Encaustik


Die Maltechnik Encaustik habe ich ja schon hin und wieder einmal erwähnt. Das erste Mal darauf gestoßen bin ich in den frühen 90ern. Damals suchte ich interessante Hintergründe auf denen ich Brushen konnte. Ich hatte schon einige Zeit auf verschiedenen Untergründen gearbeitet. Einer davon war Fotopapier, das wegen seiner saugenden Oberfläche die Farbe gut annahm recht geeignet zum Brushen war. Was jedoch mir jedoch fehlte waren etwas futuristisch oder Phantastische Hintergründe, mit interessanten Farbverläufen. Das war alles noch vor Gebrauch von PCs, muss man dazu vielleicht noch sagen :-).

Irgendwann sah ich dann einmal die Wachsmaltechnik, eben Encaustik. Die durch diese Technik möglichen Farbverläufe mit ihren unendlich wirkenden Abstufungen haben es mir sofort angetan, und ich begann damit zu experimentieren. Das ist nun über 20 Jahre her. Damals fotografierte ich die erstandenen Bilder ab, ließ sie vergrößern und verwendete sie als Untergrund für verschiedene Brushmotive, und andere Techniken.

Schließlich hörte ich dann mit ausbrechen der depressiven Erkrankung auf, und die Farben verschwanden in der Versenkung. Nun habe ich sie beim Aufräumen wiederentdeckt, wie auch die Encaustik selbst. Immer noch begeistern mich die Farbverläufe, die mit dieser Technik zu bewerkstelligen sind. Dabei wird das heiße pigmentierte Wachs mit einem Mal-oder Bügeleisen über den Untergrund verteilt.

Dabei entstehen immer wieder völlige Unikate, die nicht nachzumachen sind. Mir liegt dabei das abstrakte. Zudem entspannt diese Maltechnik ungemein, finde ich.

Wieder den Zugang dazu zu finden ist das eigentlich schwierige würde ich sagen. Aber es ist auch wieder das erwachende Interesse an Farbenspielen, und deren positive Wirkung auf mich. Alles Entwicklungen denen ich mich wieder annähern muss. Vorsichtig und mit Bedacht um es nicht zu übertreiben.

Ich schrieb ja schon, dass die Kreativität mein Lebens Motor ist. Momentan läuft dieser Motor, motiviert und treibt an. Hübsches Wortspiel. Naja, jedenfalls bin ich so kreativ drauf wie schon lange nicht mehr. Das tut mir im ganzen Sumpf der mich belastenden Umstände ganz gut, bringt es doch ein wenig Licht, auch der Austausch mit anderen Künstlern via FB. Im Blog tut sich da ja leider nicht allzu viel.

Hier also die Bilder.