Der Weg der Raben

Der Weg der Raben

Es ist schon manchmal etwas kompliziert anderen Ásatrú, das Neuheidentum zu erklären. Besonders dann auch wenn die Elemente der Wicca und des Hexenglaubens mit einfließen. Für mich ist es durchaus spannend beides mit einander zu verbinden. Einmal den Glauben an die Asen, vor allem Odin als Allvater, der ja durchaus monotheistische Züge trägt.
Zum anderen der eher naturalistische Ansatz des Hexenglaubens. Für unsere Vorfahren gab es nur eine „lebendige“ beseelte Natur. Jedes Ding hatte sozusagen sein ich. Das spiegelt sich auch heute noch darin wieder, dass man im Neuheidentum/wie auch Wicca an das kleine Volk (im weitesten Sinne Feenwesen) glaubt.

Von den Gaben der Natur etwas zurück zu geben. Ein Schale Milch nach draußen zu stellen, oder in den Wäldern einen kleinen Altar zu haben auf dem man Früchte und andere Leckereien für die Geister des Waldes und dem kleinen Volk bereitlegt.

Es kann aber auch fühlbare Kommunikation mit einem Baum, der Erde, dem Wasser oder anderem gehen. Dem Wind, und dem Raunen der Blätter zu lauschen, hat da durchaus seinen eigenen Sinn. Vieles spielt sich dabei auf der Gefühls- und fühlenden Ebene ab.
Man muss diesen Glauben eben fühlen. Ich schrieb ja schon einmal, dass ich weniger der praktizierende Gläubige bin. In letzter Zeit ändert sich das ein wenig. Mag auch an meiner Altartruhe liegen, die auch schon von einer befreundeten Hexe zu meinem Erstaunen bewundert wurde. Nun ist Esche das Holz das Odin zugesprochen wird.
Der Rabe sein Bote und Auge, bzw. die Raben.

Sowie die Ansuz Rune, deren Entsprechungen, ohne dass ich es zunächst wusste schon immer eine besondere Bedeutung für mich hatte und hat.

Gottheit: Odin (Wotan)
Farbe:
Indigo, Purpurviolett, Dunkelblau
Baum: Esche
Steine: Onyx, Lapislazuli, Smaragd
Blumen: Lavendel, Purpurwinde
Heilkräuter: Fliegenpilz
Duft: Zitrone, Zitronenschale
Krafttier: Wolf

Ich denke, dass ich unter dem Label „Der Weg der Raben“, mal häufiger darüberschreiben werde. Kleine Rituale bereichern das Leben sozusagen. Eine neue Rubrik mit Bilder zum Thema füge ich auch ein, denn visualisieren tue ich das ja schon lange. Bin mal gespannt, wie sich das entwickelt.



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Was sind eigentlich Runen für mich? Diese Frage wurde mir letztens mal gestellt. Für mich haben Runen in erster Linie eine spirituelle Bedeutung. Wenn man sich auf diese alten Zeichen einlässt, dann spürt man ähnlich wie im Tarot die Kraft und Macht dieser Symbole, oder kann sie erspüren.

Ich meine das jetzt nicht im Sinne von Magie, oder magischem Getue, sondern allein auf der Gefühlsebene. Dort finde ich, wirken Runen oder andere alte magische Zeichen am meisten. Eines der ältesten Schutzzeichen ist da übrigens der Handabdruck.


Mir geht es beim Beschäftigen mit diesen alten Zeichen nicht um religiös oder politisch verbrämtes, sondern allein um die Zeichen selbst und ihre Verbindung mit den alten Göttern. Die Ansuz Rune, die Odin nahesteht hat für mich da eine ganz besondere Bedeutung. 

Ansuz ist eine sehr kraftvolle Rune. Ein Bindeglied zu den alten Göttern. Dieses alte Zeichen wirkt auf der Ebene unserer/der Kommunikation schlechthin. Trage Anzus bei dir z.B. als Amulett und du findest leichter Zugang zu Sprachen. Sie schafft Ordnung in uns, klärt, und lässt den Nebel unserer Gedanken verschwinden. Unser Verstand wird geschärft und der Geist erlebt Freiheit. Ansuz ist in gewisser Hinsicht der Atem unseres Lebens, denn sie vermag auf vielen Ebenen zu wirken und uns mit anderen zu verbinden. Sie stärkt unsere persönlichen Kräfte und wirkt positiv auf sie.


Ansuz trägt eine starke spirituelle Kraft in sich, welche uns dazu ermuntert mit den Göttern der alten Zeit und Welt in Verbindung zu treten. Bei der Suche und dem gehen „unseres“ Weges tauchen zwangsläufig sehr viele Fragen auf. Wir hadern mit uns und der Welt, wir verlieren uns mitunter oder wissen auch einfach nicht mehr weiter.

Ich sehe den Allvater und Ansuz als mich inspirierende spirituelle Kraft. Diese Kraft betrifft letztlich jede Religion. Mir gibt die Beschäftigung mit den Runen etwas, das man als kreative Sichtweise auf den Kosmos beschreiben könnte.
Daher fließen die Runen auch oft in meine Bilder mit ein. Wenn ich ein Runenset anfertige, dann ist für mich das Arbeiten daran, das unmittelbar wichtige. Das heißt, etwas von meiner eigenen Kraft fließt dort mit hinein, in meine künstlerische Arbeit. Das findet sich dann auch in meiner Arbeit selbst, und im Tun und künstlerischen Schaffen wieder.

Bei den Farben nehme ich zumeist energiereiche Rot, Gelb und Orangetöne, aber auch kühlere Blautöne. Die Rune soll dabei aus dem Chaos hervortreten. Etwas dunkler gehalten symbolisiert sie Kraft und Ruhe. 






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Ein Runenset komplett. Box ist aus Esche und selbst gefertigt. Wollte noch an der Seite Runen eingravieren. Macht echt Spaß, die Arbeit daran ;-). Wenn ich mal ein paar Lederstücke Organisieren kann, mache ich auch noch eine Unterlage aus Leder mit silberfarbenen Runen drauf.

Interessant, da auch neue Ideen zu verfolgen. Dazu aber im Laufe der nächsten Wochen mehr denke ich. Wollte auch noch einen Artikel zum Runenwerfen schreiben, und über deren Bedeutung, aber das braucht noch etwas Zeit.









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