Sonntag, 3. Dezember 2017

Moin Wörld ;-)


Moin ihr lieben ;-). Wieder so früh wach, und im Haus hört einer ich würde mal sagen Musik in einer nicht gerade angemessenen Lautstärke. Lou the Brave hat mit einem kurzen für ihn typischen leisen Wuff angeschlagen und ist zur Tür gerannt. Macht er gelegentlich, wenn jemand fremdes im Flur zugange ist. Hier wird schon mal über die Brüstung des Vordaches geklettert. Nicht das erste Mal, dass so etwas vorkommt. Dann hört man einen, ich sag mal überstürzten Aufbruch. Keine Ahnung wer sich da um die Zeit rumtreibt, aber da hier in der Gegend nicht selten eingebrochen wird, verständige ich dann sicherheitshalber die Polizei, wenn mir das zu komisch vorkommt.

Jetzt ist es draußen wieder ruhig und ich erhebe mich mal vom Lager. Der übliche Gang zur Kaffeeproduktionseinheit, die das wohltuende Getränk auch bereitwillig zubereitet. Die Tastatur wartet schon. Ich bin zwar noch müde, aber dennoch wach. Der Fluch des Früherwachens. Das begleitet mich nun schon so viele Jahre. Entsprechend platt bin ich dann oft am Tage. Dass laufen mit Lou bringt mich dann raus, sonst würde ich mich in der Bude verkriechen. Es entspannt, und die unsere Stunden draußen kann ich echt genießen, selbst wenn das Wetter nicht gut ist. Die Schmerzen halten sich momentan in Grenzen, auch dem Rücken geht es wieder einigermaßen, wenigstens kann ich wieder normal sitzen, und auch Treppen ohne das nervige Ziehen laufen. Knie und Schulter machen sich zwar bemerkbar, aber es ist nicht ganz so schlimm. Mag daran liegen das es momentan nicht so nasskalt ist. Obwohl eigentlich Schneeschauer angesagt wurden, ist es gerade trocken draußen.

Das morgendliche Schreiben macht mir Spaß. Gestern Morgen hat ja eine Amsel schon sehr früh ihr Winterlied gesungen. Mit einer bewundernswerten Inbrunst ;-).
Habt einen schönen Sonntag und ersten Advent ihr Lieben da draußen.  
Heute ist ja erster Advent, also keine andere Bedeutung des Tages angezeigt. Für mich hat die Vorweihnachtszeit immer etwas wehmütig Romantisches. Ich mag sie, höre auch gerne mal Weihnachtslieder. Da hat es mir übrigens die Chorversion von O Holy Night sehr angetan.

Bin zwar schon lange kein Christ mehr, aber dennoch hat diese Zeit eine Bedeutung für mich. Denke mal, das Besinnlichkeit nicht schadet. Gerade die Vorweihnachtszeit sollte einem Mal vor Augen führen, das Menschsein auch in der Hinsicht Mitgefühl und Hilfsbereitschaft ihren Wert hat. Genau wie die andere dunkle Seite ist auch sie Bestandteil unseres selbst.

In einer Zeit in dem Menschen als zu laufendes Zahnrad im Getriebe der Gesellschaft betrachtet werden. Es sprichwörtlich auch sozial kälter wird. Man darf nicht vergessen, dass es vielen in unserem Land nicht gut geht. Das wird vermutlich so weitergehen, und für weitere Spannung sorgen. Wenn Menschen sich Sorgen um ihre Existenz machen, Konzerne ohne Rücksicht agieren, wie ein großer ja jetzt wieder zeigt der trotz Milliarden Gewinne Stellen abbaut, dann beginnt es zwangsläufig zu brodeln.

Explodierende Mieten und weitere Kosten, eine verdeckt steigende Anzahl prekärer Beschäftigung und zunehmende Armut sind nicht mehr zu übersehen. Wenn man denn hinsehen will. Das wollen viele nicht wirklich. Fokussieren den Blick auf Fremde, statt auf die eigenen Leute. Das wird schiefgehen. Es wird weiter brodeln. Wenn durch die zunehmende Arbeitslosigkeit und Armut die gesellschaftliche Fassade weiter Bröckelt, stärkt das die radikalen politischen Ränder. Was sich zurzeit in der Politik und beginnender Murksel Dämmerung abzeichnet ist da nur der Beginn einer Entwicklung.

Nicht nur Politiker haben sich zunehmend von der unteren Bevölkerungsschicht entkoppelt. Auch die Besserverdienenden, die sich ja so gerne als Eliten begreifen haben dies. Ebenso wie weite Teile der höheren Mittelschicht.

Wohin die Reise geht? Nun, der Mensch ist nicht von Natur aus Edel. Ich befürchte es wird knallen. Gesellschaftlich wie politisch. Aber vielleicht bin ich ja nur zu pessimistisch, mag sein ;-).

Wir lesen uns :-).