Freitag, 4. Mai 2012

Aufforderung zum Bloggen



Manche Blog- Artikel haben durchaus sinnige Anregungen. Zu bloggen ist Kommunikation. Nun gibt es ziemlich viel Trommeln dieser Art. Viele Blogger sind indes imho Hofschranzen des Marktes oder ihres eigenen ach so verklemmten Egos, mit nicht wirklich "eigener" Meinung. Diesen Egomannen geht es nicht wirklich ums Bloggen. Um das Erzählen von Geschichten aus dem Leben.  Es geht um sie Höchstselbst, um Selbstprofilierung, die eigene meist eitle Eigendarstellung.
Nun ist dies an sich nichts Schlimmes. Es ist aber leider oft so inhaltsleer, das es einem Leser verflucht schwer fällt darin etwas Gehalt oder gar „sinnvolles“ zu erkennen. Ich schrieb ja schon einmal, dass mich bei Bloggern die Geschichten aus dem Leben interessieren. Die kleinen wie großen Sachen. Halbherzige Blogs und ungare Statements sind für mich ein Gräuel. Ebenso die eilte Unehrlichkeit so vieler A- Blogger, die  längst so inhaltsleer wie eine komatöse Topfpflanze geworden sind.
Mich interessiert die „individuelle Meinung“. Wie sieht Malocher XY die Welt. Wie sie die oft genug  arroganten Akademiker- Fuzis mit gequirlten Wortsuppe sehen, in der man kaum die einzelnen Buchstaben geschweige den einen Sinn erkennt, ist für mich in den meisten Fällen uninteressant. Diese Art Bloggs sind meist so langweilig geschrieben dass man schlafend vom Hocker fällt, bevor man zu ende gelesen hat.
Deshalb kann ich mich der Aufforderung „Bloggt mehr“ nur anschließen. Oder besser nutzt mehr die Gelegenheiten des Web 2.0 zur Meinungsaussage. Mich würde es freuen, wenn mehr Menschen aus dem Leben bloggen würden. Ach dazu stehen was sie schreiben, wie sie schreiben. Ob nun in perfekter Raichtschreipunk oder nicht ;-).
Manches Mal frage ich mich, wie diese Variante der Kommunikation wohl in 200 Jahren gesehen wird. Gaben in früheren Jahrhunderten noch handgeschriebene Briefe Aufschluss über das Leben diverser Menschen, so ist die heutige digitale Kommunikation ein dunkles Loch. Geschweige denn wenn es um noch größere zeitliche Distanzen wie etwa Jahrhunderte oder Jahrtausende geht. Künftige Archäologen werden von uns selbst nicht mehr viel vorfinden. Sich fragen, was das für eine merkwürdige Epoche war, die so wenig über ihre dortigen Menschen preisgibt.  
Aber zurück zum Bloggen. Bloggt mehr Leute. Schreibt mehr. Eben auch die einfachen Geschichten des Lebens. Sagt eure Meinung! Bringt euch ein. Und vor allem steht auch dazu.

Mehr zu Thema noch hier bei Kritikkultur.