Über Fenrir




Warum der Name Fenrir? Mich begeistert die nordische Mythologie, die Sagen und Götterwelt der Kelten und Germanen schon seit ich ein Kind war. Wie auch alte Märchen und deren Entstehungsgeschichte.


Zudem interessiere ich mich schon lange für Archäologie. Vor und Frühgeschichte, die Zeit der Kelten, Germanen, Wikinger und Normannen.   Hinzu kommt meine Faszination für Wölfe.

Es gibt es in der nordischen Mythologie einen Dämon. Den Fenriswolf auch Fenrir (auch Fenrir, Fenrisúlfr, Beiname Hróð(rs)vitnir) genannt. Einst versuchten ihn die Asen weil er ihnen zu mächtig wurde zu fesseln, was ihnen aber nicht gelang. Erst durch eine List vermochten sie  es den Wolf sozusagen an die Leine zu legen. Dabei verlor der Kriegsgott Tyr in der Sage eine Hand.

Nun weist die nordische Mythologie recht interessante Parallelen auch zum Christentum auf. Vor Jahren las ich mal ein Buch „Odin, ein Gott auf der Couch.“ Gute Lektüre im Übrigen und sehr zu empfehlen finde ich, man bekommt beim Lesen eine andere Sicht der nordischen Mythologie präsentiert, die einen nachdenklich stimmt.

Wölfe waren schon immer eines meiner Lieblingsmotive. In meinen Cartoons, wie auch in meinen Bildern. Was lag da näher als vor fast 14 Jahren eine Domain zu sichern, die dies beinhaltete.  Eben Fenrir.

Mir ist er im Laufe der Zeit ans Herz gewachsen, ich sehe in Fenrir nicht wirklich eine Dämonische Figur. Obwohl er in der Sage, wenn er sich denn von seinen Fesseln befreit das Ende der bekannten Welt und den letzten Kampf der Götter das Ragnarök auslöst, und Odin tötet.

Vielmehr ist diese Sagengestalt für mich ein Sinnbild für unbändige Freiheit. Eine Freiheit, die dazu strebt, das zu tun was sie möchte. Oder was man eben selbst möchte. Wer kennt sie nicht, die Fesseln, die einen daran hindern, das zu tun was man gerne macht. Vielleicht ist der Fenriswolf ein Beispiel dafür, zu dem zu stehen was einen brennen lässt. Trotz aller Hemmnisse, die im Weg stehen mögen.
Seit längerer Zeit sehe ich im keltisch/germanischen Pantheon meine religiöse Heimat. Ich mag diese Art Naturglauben. Natürlich interpretiert in die heutige Zeit, viel ist davon ja leider nicht erhalten geblieben.

Ebenso die Ahnenwelten der Nordamerikanischen Indianer. Ich selbst würde mich als Heide bezeichnen. Obwohl nicht unbedingt ein praktizierender Gläubiger bin, finde ich den Glauben an eine beseelte Natur als eine sinnvolle Basis um spirituelle Wurzeln zu schlagen ;-).

Das Christentum gibt mir schon lange nichts mehr. Nichts, das mich dort binden oder gar begeistern würde. Für mich ist es ein korrumpierter und korrupt gewordener Glaube der schon lange nicht mehr von den meisten seiner Anhänger gelebt wird, m.E. schlicht tot ist. Ich vermute mal das  der Chef Sandalenträger im Grabe (wenn er den eins hätte ;-) rotieren würde, wenn er sehen würde was aus seinem Glauben gemacht wurde.

Was spricht also dagegen mir eine Art zu Glauben zu suchen, die es vermag mich selbst in ihren Bann zu ziehen. Ohne dabei allerdings dogmatisch zu werden. Das ist das schwierige. Keine Dogmen aufzubauen. Natur zu sehen wie sie ist, mit Phantasie, als fantastisches Werk einer Schöpfung durch wen oder was wenn auch immer, und wenn es nur die evolutionäre Konstante des Chaos ist.

Es gibt keine Rituale. Für mich zumindest. Außer mit wachen Sinne durch die Natur zu gehen, zu beobachten. Ich schrieb ja schon das ein oder andere Mal, dass ich alte Bäume mag. Gerne lege ich eine Hand auf den Stamm, spüre die knorrigen Vibrationen im Holz, die sich auf mich übertragen. Vielleicht doch die Spur eines Rituals ;-). Ich finde Naturreligionen, wenn man sie modern interpretiert  –und das ist bei jedem wohl anders-  geben uns etwas. Oder können uns etwas geben, wenn wir sehen wollen.

Das hat nichts mit Esoterik zu tun, sondern entspricht dem natürlichen spirituellen Drang etwas da draußen zu suchen, das uns Menschen über die Jahrtausende unserer Existenz begleitet hat. Das Christentum hat vieles davon durchaus auch bewusst zerstört oder für sich vereinnahmt. Dabei schlimme und entsetzliche Verbrechen verübt. Verbrechen zu denen es auch heute nicht wirklich zu stehen vermag.

Nun ist Religion immer eine schwierige Geschichte. Allein ihre Existenz macht sie schon anfällig für den Missbrauch oder Manipulation. Heutzutage ist es nicht einfach sich zum Heidentum zu bekennen. Es besteht immer die Gefahr zum Spinner oder auch als rechtslastig deklariert zu werden.

Mir ist es eigentlich wurscht. Rechts bin ich nie gewesen und werde es auch nie sein. Aber die Faszination für das nordische, die Edda und die Welt der Keltisch/ Germanischen Götter bleibt.