Tierfotos

Fotografie, Tierpark und anderes

Warum ich Tierparks mag? Nun, sie ermöglichen es dem interessierten Tiere zu sehen ohne in der Wildnis herum trampeln zu müssen. Zudem lernt man, wenn man es denn will ein wenig über das Verhalten und die jeweilige Tierart selbst.
Nun sind Zoos, seit es sie gibt in der Diskussion. Noch vor 20 Jahren hätte ich diese negierende Sichtweise geteilt. Das hat sich jedoch mit der Zeit geändert. Als ambitionierter Fotograf weiß ich es zu schätzen den unterschiedlichen Lebewesen mit der Kamera näher kommen zu können. Das ist in freier Wildbahn aus verständlichen Gründen kaum möglich. Zudem mag ich Tourismus und die damit verbundenen Schäden nicht so gut leiden.
Aber es gibt natürlich auch hier, selbst in der Stadt Möglichkeiten, Tiere zu beobachten und abzulichten. Das ist oft spannend, lehrreich und vermittelt das Wildnis nicht unbedingt nur auf fernen Kontinenten zu finden ist.
Aber zurück zu Zoos. Mein Interesse für sie begann als ich vor über zwanzig Jahren das erste mal Wölfe Fotografierte. Damals fristeten sie ihr Dasein noch in einem viel zu kleinen Gehege. Mittlerweile ist ein sehr großes, artgerechtes daraus geworden in dem sich diese faszinierenden Tiere durchaus wohlfühlen.
Man sollte sich jedoch, wie ich finde davon lösen Tiere zu vermenscheln. Ein Tier hat nicht die Vorstellung von uneingeschränkter Freiheit. Zudem bedeutet eben diese auch ein relativ kurzes Leben in der Wildnis. In Gefangenschaft werden Tier nun einmal älter. Natur, ist in dieser Hinsicht kompromisslos und grausam.
Ein Tier das dort krank wird, verletzt wird stirbt in der Regel einen langsamen qualvollen Tod. Auch das ist Natur. Freiheit hat auch ihren Preis in der Wildnis. Mit der menschlichen Sichtweise, dem Gefühl kann man das wohl kaum vergleichen. Das ist eine romantische Vorstellung von Natur die so sicherlich nicht zutrifft.
Den Zoos (natürlich gibt es da sicherlich auch verbesserungswürdiges) kam in den letzten Jahrzehnten ein wichtiger Anteil zum Thema Artenschutz zu. Ohne diese Schutz und Zuchtprogramme wären heute viele Tiere in den Medien nicht so präsent wie sie es heute sind oder schon ausgestorben.
Delfinarien und Walarien haben sicherlich einen wertvollen Beitrag zum Schutz und der Popularität dieser Tiere beigetragen. Heute gibt es, soweit ich weiß erfolgreiche Nachzuchten und kaum noch Wildfänge in den Gehegen. Auch hier neigen Menschen dazu, ihre eigenen Gefühle auf die Tiere zu projizieren. Ich möchte das nicht unbedingt verdammen, denn ich kenne das auch von mir nur zu gut.
Jedoch sollte man selbst bedenken, das Zoos dem Stadtmenschen von heute die Möglichkeit bieten eine Welt aus nächster Nähe zu sehen die ihm sonst verschlossen bleiben würde. Bei Kindern, sicherlich auch erwachsenen vermittelt es zumindest einen Eindruck davon das es schützenswertes in der natur gibt, ja die Natur selbst geschützt werden muss.
Mir als Fotografen und Künstler gibt es die Möglichkeit jene für mich faszinierende Lebewesen näher kennen zu lernen. Oft stehe ich in verschiedensten Tierparks zum Beispiel im Löwenhaus und beobachte, schaue diesen Geschöpfen in ihre tiefen Augen.
Man sollte versuchen Tierparks aus einem Blickwinkel zu sehen der es ermöglicht die vorteile für Mensch und Tier zu sehen. Es ist wie schon gesagt sicherlich auch noch verbesserungswürdiges gegeben. Aber das  zu ändern liegt letztlich auch an uns selbst, sich zu engagieren zu kümmern. Ich versuche es über die Kraft der Bilder. Werbe aber auch damit, nicht zu vergessen das auch hier im dicht besiedelten Deutschland, es immer noch möglich ist auch größere Räuber wie den Wolf wieder heimisch werden zu lassen. Das ist auch den Bemühungen der Zoos zu verdanken, wie auch dem Engagement so vieler im Natur und Umweltschutz.

Das Fotografieren gibt mir Kraft um einigermaßen mit einer brutalen zerrenden Krankheit klar zukommen. Der Depression. Beim Knipsen bin ich ganz bei mir, kann meine Gedanken ordnen, mich mit mir selbst auseinander setzen, den Umarmungen des Krakens (so nenne ich die Krankheit)  Widerstand leisten.

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Hier noch ein paar Bilder: