Sonntag, 19. März 2017

Nachdenkliches......

Ich bin nie ein unpolitischer Mensch gewesen. Schon sehr früh war ich aktiv im Umweltschutz und bei den Grünen aktiv. Seit dem Nato Doppelbeschluss, den Anti Kernkraft Demos der80er und der damaligen Stimmung.

Das Leben mochte damals ein wenig unkomplizierter gewesen sein. Im Warschauer Pakt gab es einen quasi kalkulierbaren Gegner der ein konsequentes Ich gehabe an den Tag legte, dem der Westen in nichts nachstand. Während meiner Bundeswehrzeit lernte ich vieles davon kennen. Eine Zeit, die schwierig war, die ich aber dennoch nicht missen möchte. Damals war ich neugierig, und obwohl ich einen eher halbherzigen Versuch unternahm zu verweigern habe ich meinen Dienst absolviert. Heute bin ich froh drum, auch wenn ich dort so einiges erlebt habe, dass man heute als echt schräg betrachten könnte.
Warum ich das schreibe?
Nun, die Welt ist komplizierter geworden. Die politische Lage ist komplizierter geworden. Die jetzige Situation mit einem politisierten Islam und einer Türkei die gewollt in eine Diktatur strebt macht alles nicht einfacher.
Eine ungesteuerte Zuwanderung von völlig Fremde(m)n, Import einer aggressiven Religion destabilisiert die Länder Europas zusehends. Das hat gravierende Konsequenzen. Denn es übt Druck auf die prekärer werdende soziale Lage vieler Menschen in den entwickelten Ländern aus. Der rasante Aufstieg der Populisten zeigt dies nur zu deutlich.  

Der Anteil der AFD Wähler kommt nicht von ungefähr zu großen Teilen aus dem politisch linken Lager. Eine Tatsache die das Gutmenschentum hier geflissentlich ignoriert, weil es nicht in ihr elitäres verkopftes Weltbild passt, das nicht die geringste Ahnung hat von dem was am unteren Ende der sozialen Leiter los ist.  

Wenn ich diese Leute manchmal höre, frage ich mich ob sie wirklich etwas von der allseits so gepriesenen kulturellen Beglückung die uns seit Jahren ereilt mitbekommen. In der Regel gut situiert am Stadtrand lebend, mit dem schicken Kleinwagen durch die Gegend fahrend kommen sie wohl eher selten in Berührung mit den Existenzängsten der Menschen unten in Berührung.
Berührt die politische Situation ihren Geldbeutel, ihre scheinbare soziale Sicherheit prügeln sie nur zu gerne auf Menschen ein die nicht in ihr Weltbild passen. Dabei werden sie dann schon einmal rechter als jene, die sie gerne als Rechts bezeichnen.
Bei dem ganzen Schlamassel frage ich mich wo diese Leute eigentlich sind, wenn es mal darum geht die Not der von Altersarmut und Armut Betroffenen im eigenen Land zu sehen? Zu sehen, das wir immer noch eine geschönte Arbeitslosenstatistik haben. Das Menschen unter der Knute von Sanktionen der Arge, prekärer Arbeit und Zeitarbeit leiden. Dass es einen Mangel an „sicherer“ Arbeit und sicherem bezahlbaren Wohnraum gibt. Dass das Geld am Ende des Monats nicht reicht, während Milliarden für völlig Fremde in diesem Land ausgegeben wird, die unsere Gesellschaftsordnung oft genug mit Füssen treten. Dass wir einer aggressiven Religion die Politik und Glauben nicht trennt hier immer mehr an Einfluss gewähren.
Ich denke mal, das die AFD sich hier leider etablieren wird. Sie wird das Vakuum am rechten Rand füllen und nach einer Weile auch an Einfluss gewinnen und nicht mehr so böse erscheinen. Und gerade jene, die heute so gegen sie wettern werden sie spätestens dann hofieren, wenn es ihnen an den eigenen Geldbeutel geht.

So sind sie nämlich die Gutmenschen. Im Übrigen kein „guten“ Menschen, sondern jene Sorte Mensch die auf ihren eigenen Vorteil bedacht und keineswegs so gut oder tolerant ist wie sie immer tut.  

Und nein, ich wähle die AFD nicht! Ob ich überhaupt noch wählen gehen werde? Ich weiß es um ehrlich zu sein nicht.