Montag, 9. Januar 2017

Meine Kästen ;-)

Noch ein wenig zu den Kisten. Wie ich darauf gekommen bin sie zu bauen? Keine Ahnung, hat sich im Laufe der Zeit so herauskristallisiert. Ich baue sie allerdings nicht nach einem vorgebenden Maß. Ich weiß nicht wie ich es ausdrücken soll. Hmm, ich versuchs mal. 


In mir sträubt sich immer viel dagegen etwas nach „konkreter“ Vorgabe zu machen. Besonders dann nicht wenn meine Kreativität dadurch beschnitten wird.  

In diesen kleinen Kästen steckt wie auch in den beiden großen Truhen ein Menge Herzblut. Ich habe eine vage Idee zu einer Kiste im Kopf und beginne sie dann umzusetzen. Da mir der Verlauf der Prozess des Entstehens wichtig ist konzentriere ich mich darauf. Heraus kommen völlige Unikate. Das Endprodukt wächst gewissermaßen mit meiner Vorstellung. Das beißt sich natürlich mit genauen Maßen.
Der ein oder andere wird das vermutlich nicht verstehen. Aber mir ist der Prozess des Entstehens genauso wichtig wie das Endprodukt. Das beginnt schon damit, wenn ich das Material aufschneide, es handhabe, rieche und fühle. Beim Zusammenbau und anschließendem Bearbeiten. 
Ich habe zwar Schreiner gelernt, aber für mich ist es ein Gräuel nach Maß „xyz“ zu arbeiten. Ich bin kein wirklicher Handwerker, war es nie. 
Ich hoffe, ihr könnt das irgendwie nachvollziehen. Denn für mich ist meine Kreativität, dass was mich am Leben hält. Was mir Impulse gibt, mich inspiriert und weiterbringt.
Das gilt im Grunde für alle künstlerischen Sachen, die ich so mache. Mir ist das sehr wichtig. Mag auch einer der Gründe sein warum ich nie wirklich als Handwerker gearbeitet habe, bzw. es lange in einem dieser Jobs ausgehalten habe. Es war nicht wirklich, dass was ich wollte. Ist natürlich nicht einfach. Heute bereue ich es, heute freut es mich. Hätte ich nicht diesen unbändigen Trieb gehabt neues und anderes zu erfahren wären all diese Sachen vermutlich nicht entstanden. 
Mit einer solchen kreativen Ader ist es natürlich nicht immer einfach. Man passt nicht ins Schema F, das was heute viele Arbeitgeber wollen. Funktionieren, selbst wenn es einen das „Leben“ kostet.


Das konzentrieren auf meine Kreative Ader hilft mir mit dieser verdammten Depression klarzukommen. Der „Krake“ wie ich sie nenne lässt sich damit verscheuchen. Zieht mich nicht in die dunkle Tiefe, aus der man nur mühsam wieder entkommt.

Ich denke, in dieser wirren rationalen Welt geht es vielen kreativen und schöpferischen Menschen so. Zeit zu erkennen und andere Wege einzuschlagen. So man es denn mag ;-). Wir lesen uns :-).