Montag, 8. August 2016

Nachdenkliches :-)



Es gibt ja so vieles über das man in diesem Leben schreiben kann. Interessant wäre es mal etwas aus einem vorherigen reflektieren zu können. Ich mag den Gedanken, schon einmal auf der Welt gewesen zu sein. Durch die Augen eines anderen auf dies und das geblickt zu haben. In einem ganz anderen Kontext als es heute der Fall ist.

Unsere moderne Welt bietet nicht viel Platz für diese spirituellen Spinnereien nicht wahr? Mann/Frau gibt sich heute gerne rational und aufgeklärt. Ganz im Sinne des modernen Zeitgeistes, der den Glauben an Elfen, Kobolde und dem Wesen der Natur im Zuge der Christianisierung recht erfolgreich zurückgedrängt hat.
Religion ist Teufelszeug habe ich in letzter Zeit häufig gehört. Manche Heiden verdammen das Christentum, weil es ja so viel fieses in der Vergangenheit getan hat. Manche Christen verteufeln Heiden und anderes dann auch mal gerne. Und jede Religion verteufelt dann zumindest unter den streng gläubigen die andere. 

Macht ja auch mal Spaß muss man zugeben. In aufgeklärten Zeiten braucht man zumindest keine Angst davor zu haben an einem Kreuz hängend vom geifernden Mob angezündet zu werden. Naja, wenn man sich in bestimmten „zivilisierten“ Gegenden der Welt aufhält zumindest. 
Die eine oder andere Weltreligion mit dem „einen“ Gott“ kokelt dann doch schon gerne mal Andersdenkende, Nicht gläubige oder Ketzer an.

Dann gibt es die große Fraktion der Nicht gläubigen, die irgendwie nicht glaubt, aber dann doch ein (Glaubens) System hat an das man hängt. Könnte der verklärte Kommunismus sein, den es nie so gegeben hat. Oder das negativ Beispiel USA, die ja sowieso überall ihre Finger drin haben.

Das im Osten jetzt ein noch schlimmere kapitalistische Diktatur unter einem „Zaren“ ihr Unwesen  treibt wird dann meist ignoriert. Weil der Westen ist ja ach so böse. Das auch Russland, China und Korea recht eifrige Waffenexporteure sind fällt hierbei auch irgendwie unter den Tisch.

Letztlich haben wohl alle Länder ihre Leichen im Keller. Wie auch die Religionen die ihren. Und letztlich jeder einzelne von uns. Wir sind keine Engel! Keiner von uns war das je. Nein, im Kern sind wir Egoisten. Klar wie werfen gerne zu Weihnachten mal einem Bettler eine Münze in den Becher. Die Natur wird natürlich auch geliebt, selbst wenn wir Auto fahren. Flüchtlinge mögen auch alle, vorausgesetzt sie kommen dem gemeinen Gutmenschen nicht zu nahe. Das verursacht dann doch eher Unbehagen.

Ein Lächeln spiegelt sich um meine Mundwinkel. Nein, wir sind weder im Prinzip Gut, noch im Prinzip Böse. Was mich wieder zur Frage des Glaubens zurück bringt.

Ich finde, solange man achtsam, auch seinen eigenen Vorurteilen gegenüber ist, ist alles gut. Vorurteile sind  wichtig, ohne sie kann man sich kein Urteil bilden. Stellt sich die Frage wie man mit ihnen sinnvoll umgeht. Ob man die Schublade, in die man etwas gepackt hat wieder öffnen und den Inhalt neu beurteilen kann.     

Immer auch eine Frage von neu gewonnen Perspektiven. Immer auch eine Frage des Herzens wie auch der Ratio. Denn, den Verstand sollte man schon eingeschaltet lassen. Wenn auch das Herz manches Mal davon auch nötiger weise abraten mag. Nicht jeder rationaler Gedanken lässt sich herzlich verpacken. Und umgekehrt.

Wir sind alle Menschen. Tiere letztlich. Immer noch rein Psychisch und Physisch in der Steinzeit. Auch wenn wir das gerne anders sehen würden.  
Was wir jedoch im Gegensatz zu Tieren können ist unser eigenes komplexes Verhalten, das oft immer noch archaisch geprägt ist reflektieren. Das hat uns bis in die Neuzeit begleitet. Ich bin mir sicher, dass die Menschheit ihren Weg gehen wird. Und wir alle sind letztlich ein Teil davon.

Also, lebt. Tut das wofür ihr auf der Welt seid. Genießt das Leben, denn dafür ist es da.