Donnerstag, 14. Januar 2016

Nabend Geschüchte :-)




Es geht doch nichts über einen gepflegten Tee nach dem Abendessen. Hexe Kh`nurrzahn mochte es gut zu speisen. Eine Tradition in Fh`ernwald, das Gäste gerne empfing wenn sie sich an die örtlichen Gepflogenheiten hielten.
Bot doch die Ansammlung mehr oder weniger kruder Bäumen, und ein paar finsteren Wegen reichlich Gelegenheit ein angenehmes, oder weniger abruptes Ende einer Reise zu finden. Meist waren Wölfe, Bären, Wer- Kaninchen oder der eine oder andere Drache im Spiel, wenn es abrupt endete. Es gab auch einige Zombies und Geister. Aber erstere waren meist zu langsam und Geister  eher Vegan orientiert.
Jedenfalls weckte der Wald und das was dahinter klag schon lange Begehrlichkeiten beim wandernden Volk des Südens. Nicht selten waren diese Begehrlichkeiten gewalttätiger Natur und galten den jungen Töchtern der Bauern und deren Besitz.
Meistens regelte die Dorfgemeinschaft unangenehme Probleme dieser Art unorthodox, mit einem festen Strick und einem Tritt gegen einen wackeligen Hocker. Solange nicht die Hexen oder Zauberer ins Spiel kamen, sollte man vielleicht noch erwähnen..

Der Räuber war jung. Dennoch alt genug um zu wissen, dass er und seine Kumpane etwas taten das man im allgemeinen und schon gar nicht im speziellem jemandem antat.

Roswitta Kh`nurrzahn war eine Hexe des alten Schlages. Sie hatte noch einige Bedienstete auf ihrem Gehöft. Und so geschah es das eine junge Magd am Fluss wieder einmal singend und mit allerlei Vogelvolk im Gefolge die Wäsche wusch. Die Begegnung mit den finsteren Gestalten war kurz und nicht unbedingt, das was sich ein junges Mädchen von dieser Art Begegnung erhoffen würde.
Die finsteren Gesellen fanden schnell heraus wo der Hof der Hexe lag. Und stellten ebenso schnell fest, dass es keine gute Idee war zu versuchen eine Hexe zu berauben. Nach einer geringfügigen Auseinandersetzung  blieb nicht mehr viel zu klären. Gut, die Fensterläden mussten geputzt werden. Willi würde das mit einem Seufzen wie immer gerne machen.

Die Hexe beugte sich hinunter und half ihrer Magd vom felsigen Boden auf. Schaute in das geschundene Gesicht, die Tränen. Sie wischte diese und den Schmutz vorsichtig ab und sagte:“ Geh ins Haus, ich habe hier noch etwas zu klären!“ Die Magd gehorchte, und verschwand schluchzend im Eingang der Hütte, während die Tür  vernehmlich knarrte.
Nun wandte sich die Hexe zu dem noch verblieben Anführer, der verzweifelt versuchte in Richtung Wald zu robben. Er stellte schnell fest, dass dies mit einem schweren Stiefel im Rücken nicht gerade einfach zu bewerkstelligen war. Noch dazu während Kater Merrill sich mit seinen scharfen Krallen so an seinen rechten Arm getackert hatte, das er mit Ihm zu verschmelzen schien.

„Ich glaube wir haben noch etwas zu besprechen! Sieh mich an!“ sagte die Hexe mit ruhiger Stimme. Der Mann drehte sich um und sah in den Augen der Alten etwas das nur noch entfernt etwas mit Güte zu tun hatte.
Die Madames genossen nicht den Ruf tolerant zu sein, wenn es Ärger gab. Waren auch noch weniger dafür bekannt  harmlos oder gar gnädig feindseligen Eindringlingen gegenüber zu sein. Alles bekannte Tatsachen jenseits der Wälder. Dumm dies zu ignorieren.
Willi das Besenwesen kannte das schon. Er sammelte die überall verteilten Überreste der anderen ein, seufzte verhalten, steckte sich noch eine Kippe an und versuchte das was sich hinter seinem knorrigen Rücken tat nach Kräften zu ignorieren.
Hexen waren kreativ……und nach solchen Geschehnissen meist müde und später am Tag ziemlich Satt.
Eine Geschichte aus einem Märchen, nicht wirklich, dennoch unter dem Eindruck einer Wirklichkeit geschrieben. Rein subjektiv natürlich. Wenn jemand Interesse an dem Rezept hat bitte kurz trommeln :-).
Eine gute Nacht wünsche ich allen da draussen.