Sonntag, 3. Januar 2016

Magisches :-)


Kh`affee war beliebt in Fh`ernwald. Das kleine Dörfchen wurde im ganzen Königreich gerühmt und gelobt. Wäre es nicht so abgelegen und kompliziert über diverse schroffe Berge und einige recht hinderliche Moore  zu erreichen hätte vermutlich der ein oder andere Raubritter, König oder Räuber schon diverse Gelüste entwickelt, die weit über den Genuss des anregenden Heißgetränks hinausgingen. 

Zudem wurde der Ort durch ein gutes Dutzend, mal verbündeter mal sich weniger liebenden Hexen und Zauberer beschützt. Und welcher König verliert schon gerne eine Armee an eine andere, die mal eben aus einem modrigen Sumpf klettert,  sich die feindliche einverleibt, rülpst und wieder im Moder verschwindet.
Fh`ernwald liebte seine Abgeschiedenheit und konnte in Ruhe und ungestört Handel treiben und möglichst wenig Steuern zahlen.
Vor einigen Jahrzehnten (Zeit ist relativ, jeder Magisch befasste weiß das) geschah ein okulter Unfall bei Hexe Rh`iebsiehl. Seit dieser Zeit gab es in den Wäldern der Umgebung nicht nur lästige Elfen, und ein paar Untote sondern  auch freilebende Kh`affeebrühmaten. Der erste Bauer, dem eines dieser Geräte über den Weg hopste erlitt einen mittelschweren Herzinfarkt, der mit einer Dosis Kh`offein wieder kuriert werden konnte.
Seit dieser Zeit gab es also eine neue Art in den tiefen Wäldern jenseits des Hh`undtszahnrückens. Die kleinen Rudel entwickelten sich prächtig, wurden gelegentlich zur Plage, wanderten aus. Im Großen und Ganzen aber, gab es eine stabile Population, die gerne an den Kirschbäumen der Bauern naschte oder an Tümpeln herumlungerte um Wasser zum brühen aufzunehmen. Es kam dann hin und wieder vor, dass ein Wanderer einen Becher aus Birkenrinde mit köstlich duftendem Heißgetränk vor sich stehend am Weg fand.  Wenn man dann von neckischen Elfen absah, die gerne Salz, Pfeffer oder Regenwürmer in den Bechern platzierten war es eine ganz angenehme Überraschung. Denn im tiefen Wald gab es durchaus auch Dinge die zwar überraschend aber weniger erquicklich für den Überraschten waren. Zumindest gab es dann einen hungrigen Bären, Wolf oder Drachen weniger. Bis zum nächsten Überraschten natürlich.
Woher allerdings die Kh´affeebohnen stammten, denen sich die Bh`rühzler bedienten war nicht bekannt. Es gab diverse Theorien aber keine Lösungen. In magischen Reichen ein nicht seltenes Phänomen. Den Namen Bh`rühzler bekamen die seltsamen Wesen von den einheimischen Bauern. Er hatte sich dann irgendwann etabliert, und ging in das Vokabular der einheimischen ein.
Mirsilus war einer der wenigen denen es gelang, die scheuen Lebewesen zu fangen und zu zähmen. Ein beachtlicher Akt wenn man bedachte, dass einen jederzeit eine Ladung heißes Wasser oder Dampf irgendwo treffen konnte.  Auch die Zähne waren nicht zu verachten. So mancher Bär, Wolf oder unvorsichtiger Wilderer trugen die gut zu identifizierenden Bissmarken.
Der Magier wusste um all dies. Bevor er morgens ans magische Werk ging gab es daher erst mal einen Becher Kh`affee. Sh`chrotti, sein letzter Fang blickte ihn dabei skeptisch an, dampfte ein wenig und kam neugierig näher. Mirsilus hatte den sehr wilden männlichen Bh`rühzler bereits ein wenig an sich gewöhnen können…….
Geht die Geschichte weiter? Keine Ahnung ;-).
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