Samstag, 14. November 2015

Nachdenkliches.....




Es ist schon schwierig. Momentan geht wie man so schön sagt die Lucy in FB –und anderswo- wieder einmal so richtig ab. Die Meinungen schwingen und Diskussionen enden schon mal in verbaler Brachialität, weil die eine Seite die durchaus berechtigte Intuition der anderen nicht sehen mag oder will.  Es wird relativiert was das jeweilige politische Lager gerade hergibt.

Der erneute feige Mordanschlag in Paris wird Europa auch politisch verändern und einen Erdrutsch- Sieg der französischen Rechten bedeuten.  Mit all den fatalen Folgen, die dies beeinhalten wird. Noch ein Anschlag und es wird dort massive ethnische Auseinandersetzungen geben.
Was bleibt? Vielleicht nicht die Welt mit  jenen naiven Kulleraugen und rosaroter Brille sehen wie es viele zurzeit tun. Es bringt auch nichts, jeden der die unkontrollierten Migrationsbewegungen und die „friedvolle“ Religion Islam  kritisch sieht gleich ins rechte Lager zu verordnen. Das ist fatal. Mir fehlt bei der ganzen Geschichte einfach die Vernunft.   
Die kann man weder von ganz rechts noch von links wirklich erwarten.
Frankreich wird jetzt vermutlich in einen erbitterten Krieg ziehen. Zusammen mit den USA, England und wahrscheinlich auch Deutschland. Der IS muss zerschlagen werden. Wenn es nicht anders geht müssen Regime (Demokratie funzt ja nicht, leider) in Nordafrika und dem nahen Osten installiert werden, die notfalls auch mit Gewalt für Ruhe im Sinne des Westens sorgen. Interessant ist übrigens das sich zu Zeiten von Gaddafi und Co kaum jemand im Westen für deren Verbrechen interessiert hat.
Es wird schwierig werden. Dennoch haben es jetzt die gemäßigten Muslime in der Hand etwas zu ändern. Diese "friedvolle" Religion samt Gläubigen muss es endlich schaffen sich zu verweltlichen. Glaube und Staat strikt zu trennen. Sich ohne wenn und aber hinter die westliche Werteordnung zu stellen. Anders, wird das zusammenleben auf  Dauer meinem Empfinden nach nicht funktionieren.
Um es klarzustellen. Sicherlich gibt es Vernunft und Nachdenklichkeit auch im gemäßigten Islam. Dabei ist es jedoch schade, dass dies in der Öffentlichkeit kaum sichtbar wird. Es muss aber sichtbarer, und zwar deutlich sichtbarer werden als bisher. Und nicht nur bei den Verbänden die noch nicht einmal einen Bruchteil der gläubigen repräsentieren. Der Islam und Muslime und seine/deren kulturell tradierten Ansichten müssen endlich in der modernen Welt ankommen. Sonst wird das ganze interkulturelle Leben den Bach runtergehen.
Mich lässt das ganze Geschehen nachdenklich zurück. Mögen werde ich diese Religion nicht. Man muss eine Religion auch nicht mögen. Aber ich fürchte das Nichtmögen wird bei vielen Menschen nun in Furcht, Misstrauen und blanker Ablehnung enden. Ich selbst kann mich leider auch nicht zur Gänze davon freimachen.
Vermutlich ist dies auch der zweifelhafte Sinn des Terrors.
Das Fazit. Es wird schwieriger werden in religiösen Systemen einen Dialog zu finden. Dennoch bietet es auch Chancen. Vorausgesetzt es passiert nicht bald schon wieder etwas. Was jetzt folgen muss ist eine schnelle Reaktion des Mitgefühls der breiten Masse in den muslimischen Gemeinden. In ganz Europa.
Frankreich wird deutlich nach rechts Rücken, das wird nicht mehr zu verhindern sein. In Deutschland wird sicherlich auch der rechte Rand profitieren. Das wiederum wird allen schaden die die Probleme der Zuwanderung mit realer  Vernunft und nicht naivem Glauben an das vermeintlich Gute im Menschen angehen.

Ein nachdenklicher Fenrir.