Freitag, 16. Oktober 2015

Untotiges ;-)

Gewohnheitsgemäß gucke ich ja die letzte Staffel „The Walking Dead“ vor der neuen. Zum einstimmen Quasi. Während die Gruppe in der letzten Staffel erst getrennt, dann dramatisch wieder zusammengeführt wurde, überwiegt eine gute Story.
Die Geschichte um die Kannibalen in Terminus ist so konsequent wie drastisch.  Rick erweist sich einmal mehr als eher unberechenbarer Anführer der von Mal zu Mal drastischer wird um seine Gruppe und Familie zu schützen.
Wenn man sich auf das Thema einlässt sind die Untoten eher Beiwerk. Es geht um die üblichen menschlichen Geschichten. Um Moral und wie man sie beiseite schmeißt wenn es um Extreme geht. Die Figuren insbesondere auch Rick gewinnen durch dieses Dilemma an Tiefe. Was mir an den Serien in letzter Zeit angenehm auffällt, ist das sich Zeit für die Charaktere genommen wird.
Nun ist „The walking Dead“, nicht gerade etwas für zartbesaitete Gemüter. Es wird ziemlich heftig getötet. Beileibe dabei nicht nur Untote, wobei es bei denen ja nicht wirklich um töten geht ;-).
Mich interessiert dabei die filmische Umsetzung.  Wie ist die Kameraführung, wie die Effekte. Dabei kann sich die Serie durchaus sehen lassen. Schade, dass das deutsche TV es noch nicht einmal ansatzweise schafft eine solche Serie zu produzieren.  
Aber irgendwie möchte ich mir eine typisch deutsche Zombie Serie auch nicht wirklich vorstellen. Das wäre sehr Moralinhaltig und noch dazu peinlich weil die Kamera im entscheidenden Augenblick wegschwenken würde ;-).
Als alter Fan der Untoten mag ich „The Walking Dead“ weil sich die Serie am Geist der alten Romero Filme orientiert und durchaus gesellschaftliche Fragestellungen mit einbringt. Allerdings muss man, diese dann auch sehen wollen ;-).
Zu guter Letzt nochmal das Fahrradmädchen.  Eine Szene aus der ersten Episode wo Rick das erste Mal einem Untoten begegnet. Interessant wie viel kreative Arbeit in so einer eher kurzen Sequenz steckt.