Freitag, 23. Oktober 2015

Lightpaint in Äktschän ;-)






Da ich mal wieder gefragt wurde, hier noch einmal ein kursches Tutorial wie dat mit dem Lightpainting geht.

Zunächst einmal eine stabile Unterlage. Tisch, Böcke, was auch immer. Das gläserne Objekt der Begierde  – in meinem Fall ne Glaskatze – sollte man mit entsprechender Vorsicht handhaben. Noch etwas. Wenn ihr teure Glasobjekte verwendet. Wunderkerzen hinterlassen kleine Einsprengsel auf dem Glas. Das ist zwar nicht so gravierend, aber wenn man das Objekt öfter benutzt könnte es etwas leiden. Darum also besser Vorsicht bei empfindlichen Glasoberflächen.
Ich platziere meine Objekte meist auf einer Glasplatte, die an den Seiten auf einem Bücherstapel oder anderem liegt. Glasplatte deshalb, weil man dann noch von unten beleuchten kann. Das macht Sinn und kann die Bild Stimmung auf interessante Art beeinflussen. Verschiedene Lichter finde ich beim Lightpainten wichtig. Das ganze sollte fest stehen. Jegliche Erschütterung wirkt sich bei der langen Belichtungszeit unter Umständen auf das Bild aus. Es wird unscharf oder das zu fotografierende Objekt verrutscht.  
Die Kamera sollte in entsprechendem Abstand positioniert sein. Ein Weitwinkel ist super, es geht aber auch ein Standard Kit Objektiv. Iso Wert 100 oder niedriger, je nach Cam. Blende nehme ich meist eine niedrige. Belichtungszeit variabel, meist aber so um die zehn Sekunden. Viel länger brennen die Streichhölzer und Wunderkerzen in der Regel auch nicht.
Arbeitsmittel der Wahl ist natürlich für mich, das Streichholz und Wunderkerzen. Es gehen aber sicher auch andere Lichtquellen, einfach probieren. Die Kamera auf Selbstauslösung stellen. Fernauslöser ist auch praktisch, da man die Cam dann nicht mehr berühren muss um verwackler zu vermeiden. Selbstauslöse deshalb, damit man das Leuchtmittel entzünden kann. Hier hängt viel vom Zufall ab. Geht nur über probieren und fummeln. Bewährt hat sich auch die Mehrfachbelichtung. Da lassen sich dann mehrere Lichter hintereinander einsetzen.
Auch hier experimentieren. Der Phantasie sind da keine Grenzen gesetzt. Ich nehme meist einen dunklen Hintergrund. Bewährt hat sich schwarzes Tonpapier. Wichtig, ein nicht reflektierendes Material nehmen. Es sei denn ist so gewollt. Da bringt auch manchmal ein Spiegel interessante Effektvarianten.
Zu guter Letzt noch möglichst wenig Umgebungslicht und es kann losgehen. Für die Anfänger. Ein Eimer Wasser in der Nähe kann nicht schaden. Ich schmeiße die benutzten Leuchtmittel in ein Marmeladenglas.  Ein wenig Brandsalbe ist  gut ;-). Ach ja, schwarze Handschuhe sind auch nicht verkehrt, da die Haut der Hand rötlich reflektiert und je nach Belichtungszeit als rötlicher Schleier zu sehen sein kann.
Lightpainten kann man aber nicht nur drinnen. Draußen macht es auch sehr viel Spaß. Am besten mit mehreren Leuten. Dazu irgendwann einmal mehr ;-).