Sonntag, 20. September 2015

Auf zur Hoch-Zeit ;-)

Es kam geschwind per Eule (der Vogel muss noch landen üben) eine Einladung für den Kugelzauberer und Ikonographen und sein Hexchen zu einer Hoch-Zeit an einen Ort im Nirgendwo.
Häh….Odinswald in Ritschweia? In der Schenke zum „Drachen mit seinem Einhorn e.V.“.

Erst mal den Rechenknecht und Google Dämon angepeitscht um herauszufinden wo dieser seltsame Ort den wohl sein möge. In der Nähe von Hicksheim. Die Leute trinken da recht gerne komisches Zeugs, das sie aus irgendwelchen Trauben pressen, vergären und später in edle Flaschen zu noch edleren Preisen an vorbeireisende verhökern, die dann später gelegentlich verkatert und ausgeraubt am Wegesrand erwachen :-), und nur noch ein Einhorn mit Waschbären drauf davon wetzen sehen .

Also flugs die Kutsche gepackt. Es brauchte etwas um den NavikatschionsDämon zu finden, einzufangen, in seinen Kasten zu manövrieren und zur Zusammenarbeit anzuregen. Funktionierte dann mit ein paar wohldosierten Stromschlägen, und etwas Zucker. Ayla, der Haus und Hofhund musste auch noch eingepackt, verzurrt und mitgenommen werden.

Es konnte also losgehen. Die magische Kutsche hatte den Göttern sei Dank einen AussenbordDämon, der flugs die Ruder ergriff und uns sicher durch wetterliche Unbill dem Ziel entgegen paddelte. Denn die Wettergötter hatten entweder zu viel gesoffen, oder irgendwas da oben war so undicht das es nach unten durchsickerte besser schüttete.

Irgendwie fanden wir dann auch in ein Land voller - man sagt ja Interessanter Einheimischer- mit wunderlichem ethnischem Dialekt, den Odinswald. Duster! Dunkle Hohlwege führten hinein, wenige wieder hinaus. Aber eine gestandene Hexe und Zauberer, der sich Mut fassend an seine Kaffeetasse klammerte lassen sich von solchen Dingen nicht abhalten.

Der Wald von Odin erwies sich als recht hügelig. Man erwartete förmlich, dass hinter dem nächsten Gebüsch ein Räuber hervorsprang und mittels seines Handwerkszeugs eindringlich um sein sauer verdientes Gehalt bat.
Der naviDämon hatte seine Liebe Müh und Not den Ort um den es ging zu finden. Ritschweia, lag dann endlich vor den Reisenden. Das Gasthaus „Drachen mit seinem Einhorn e.V.“ lag hinter dem zweiten Haus rechts. Direkt am Weier, und bewacht von einem garstigen Metalldrachen der rumpelte, ächzte und den Straßenbelag fraß. Ja, hier waren auch die Straßen belegt, was aber wohl noch Raum für eine andere Geschichte böte. Also, dann das Gefährt vorbei manövriert, ohne gefressen zu werden. Schon waren wir da.

Andere Hexen hatten ihre Besen schon geparkt. Weitere kamen im Laufe der Zeit um die Hoch-Zeit dekorativ zu gestalten. Als Zauberer (männliche Hexe )weiß man, das man sich dann möglichst still verhalten, zurückziehen und keinesfalls durch Ratschläge irgendeiner Form auffallen sollte. Eine Hexe ist schon heftig. Gleich mehrere davon, verkrümmen den Raum und rufen allerei magischen Schabernack hervor. Einer der Gründe warum es in bestimmten anfälligen Gebieten Hexenversammlungsbeschränkungen gibt. Damit nicht mal wieder ein Gipfel durch zu viele ihrer Art auf ein Schloss plumpst.

Der Kugelzauberer machte sich also erst mal mit Haus und Hofhund Ayla der ängstlichen auf zu einem Spaziergang um die Gegend zu erkunden. Vorbei am finsteren Dorfweiher, aus dem ein düsteres Wehklagen erklang. Vermutlich wurden da Seelen oder anderes für schlechte Zeiten gebunkert. Natürlich kam man daran nicht vorbei, ohne einige Bilder in den magischen Kasten zu Bannen. Durch die Kugel natürlich.

Wieder zurück durfte ich meine Fähigkeiten beim Dekorieren voll ausspielen und Steine waschen, sowie andere Hofhunde anleinen. Hexchen dekorierte eifrig mit, und alsbald war das meiste fertig. Zwischendurch genossen wir den herrlichen Kuchen der Schenke und ein Getränk das sich Cupuhzino oder so nannte und vortrefflich mundete. Ich lauschte derweil dem seltsamen Dialekt der Einheimischen :-).

Schließlich traf auch das wunderschön anzusehende Brautpaar in einer prächtigen Kutsche Marke VW- Bulli ein. Endlich durfte ich dann auch knipschen. Die Zeremonie wurde durch eine kundige Heroldin geleitet, deren Worte so manche Träne der Rührung hervorriefen und durch Spiel und Gesang begleitet wurden. Ein sehr schöner Gesang wie ich noch anmerken darf.

Schließlich, oh Wunder kam eine Elfe auf einem Einhorn daher. Das Einhorn mochte nicht gehörnt gesehen werden und hatte es unter einem Zauber verborgen. Die Elfe tat ihre Botschaft kund, und die geladenen hörten staunend zu. Das Protokoll sah es nun vor, das Sabine die Braut auf dem Einhorn eine Runde drehte. Was bedeutete sie musste erst mal auf den Untersatz gewuchtet werden. Der kundige weiß, dass es nicht ganz einfach ist auf einem Reittier so Platz zu nehmen, das man nicht wieder runterfällt. Vor allem wenn kein Sattel vorhanden. Aber die Braut schaffte es elegant und sehr behende das Einhorn zu erklimmen. Nun durfte ich noch mein Sprüchlein aufsagen und Hexchen eine Streitaxt überreichen, deren Symbolik erotisch und heidnisch zugleich ist. Uralt, und mit der Kraft der Lippen gesegnet, (Oral wie Genital) erinnernd. Ich wurde etwas Rot und vergaß den Schlusssatz „Das ist unsere Sabine“. Hexchen schaute mich streng an, und es fiel mir wieder ein. Konnte noch nie gut auswendig lernen :-).
Zum Schluss gab es noch jede Menge Blüten und magische Pustekugeln. Auch ein Gruppenbild durfte nicht fehlen. Der Wettergott hat leider nicht ganz mitgespielt, es gab Regen und Sonne. Dennoch war es eine wunderschöne Hoch-Zeit, ein sehr schönes Paar und jede Menge interessanter Leute. Der Zauberer dankt artig für Speis Trank und Unterkunft. Es war sehr sehr schön. Danke an Sabine Peter und alle mitwirkenden Zauberer, Hexen, Hippies usw.