Sonntag, 12. Juli 2015

Mystisches…..




In letzter Zeit wurde ich einige Male gefragt was ich an der Halde Hoheward finde. Warum ausgerechnet dieser Ort so wichtig für mich ist.  Ich muss dazu wohl sagen, das ich schon lange ein Gespür dafür habe wo Orte der Kraft sind. Es ist nicht immer einheitlich, erschließt sich längst auch nicht jedem. Ist für jeden auch anders. Die einen können mit Spiritualität gar nichts anfangen. verleugnen eine übergeordnete Kraft in der Regel, oder schicken den Glauben daran in ihr eigenes persönliches Nirwarna. Habe ich auch einige Zeit lang getan.

Nun rechne ich mich ja zu den Heiden. Einer Gruppierung, die sich dem Naturglauben verschrieben sieht. Das Gute daran, ist es gibt kaum Überlieferungen. Wenn, dann sind sie von Siegern über unterdrückte Völker geschrieben worden. Im speziellen hier natürlich das Vermächtnis christlicher Mönche, die ihren Glauben weit in den Norden getragen haben.   
Der Wechsel  der Religion geschah hier oft aus politischen Motiven. Oder auch nur deshalb weil die Nordmänner/frauen pragmatisch dachten, ein  Gott mehr kann auch nicht schaden. Ein bedauernswerter Irrtum, denn das Christentum annektierte und assimilierte den Glauben an Odin, die Asen oder Wotan (neuhochdeutsch) bei den Sachsen.  So fand, obwohl noch bis weit ins Mittelalter in ländlichen Regionen insgeheim praktiziert, dieser Glauben an viele Götter schließlich sein Ende.  Heute gibt es noch viele Überbleibsel in unserer eigenen Kultur. Am bekanntesten da natürlich unsere Wochentage. Auch so manche Kirche wurde an ehemals alten Kultplätzen errichtet. Ich selbst kam erst spät zum praktizierten Glauben. Und finde ich es doch wichtig, das Heidentum in die Neuzeit zu transferieren. Zumal es deutliche Parallelen auch zum Christentum gibt. Aber dazu irgendwann einmal mehr.
Die Halde Hoheward hat eine eindeutig spirituelle Bedeutung für mich. Nun gibt es einige Orte dieser Art für mich. Auch durchaus in moderner Umgebung. Die Halde ist einer davon. Mag sein, dass es dort einmal einen Kultplatz gab. Ein Mystiker würde es vermutlich beschwören.  Ich verlasse mich da auf meinen Instinkt. Denn warum sollte man diese Art Ausstrahlung nicht auch in der Neuzeit spüren, sie sich auch in neuem manifestieren. Nun bin ich kein Freund von Dogmen, jeder mag das Glauben was er mag. Das Heidentum will nicht im Gegensatz zu den sogenannten Weltreligionen die so viel Leid und Tod über die Menschen brachten aber auch großartiges leisteten  missionieren.  
Aber ich finde deren Zeit ist vorbei, endet langsam. Ob nun Christentum, Judentum, oder der auch der von mir persönlich um ehrlich zu sein mittlerweile nur noch verachtete Islam in seiner jetzigen Prägung wohlgemerkt haben sich längst überlebt. (mag sein das sich meine Sicht auf den Islam mal ändert. Man lernt ja nie aus aber zurzeit weckt diese „friedliche“ Religion nur negative Assoziationen in mir. Denke aber auch mal, das ich damit nicht ganz alleine dastehe :-).
Die Weltreligionen sind (Buddhismus nehme ich mal aus), ich spreche hier nur für mich m.E. korrupte wie dekadente Religionen, die sich längst nur noch an Macht, Einfluss und Geld orientieren. Ihre eigenen Lehren längst vergessen haben.
So bietet mir der heidnische Glaube einen Weg. Die Halde ist ein Ort, ein Weg. Ein Pfad zur Spiritualität, der sich in diesem Augenblick nur mir selbst erschließt. Ich mag den Wind dort oben. Die Ruhe am frühen Morgen und am Abend. Die Krähen sowie die Natur um mich herum. Ich mag den Sonnenaufgang, und ihren Untergang. Der weg dort hinauf ist für mich eine Eingebung, und jedes Mal wenn ich dann oben ein wenig meditiere und sitze, spüre ich die Welt um mich herum besonders intensiv.
Es geht mir an anderen Orten auch so. Etwa an der alten Eiche oder Esche, die ich liebgewonnen habe. Noch gibt es auf der Halde wenige Bäume. Aber dafür ist da etwas anderes das ich spüre. So ist es eben mit dem Glauben. Er ist nicht rational, kaum nachvollziehbar für andere und doch ist er da, wenn man ihn zulässt. Jeder findet einen anderen Weg dorthin.     
In letzter Zeit erfahre ich eine Veränderung. Eine personeller Natur, wie auch spiritueller. Ich nähere mich meinem Glauben weiter an. Das hat auch mit einer anderen Sichtweise zu tun, eine die sich mir erst im letzten Jahr erschlossen hat. Ich sehe viele Dinge anders. Mag auch daran liegen, dass man einfach älter wird. Man neue Menschen kennenlernt, die einen inspirieren auf neue wie alte neu zu entdeckende Pfade mitnehmen.
Aber seit dem so ist nimmt meine Kreativität und Spiritualität wieder Fahrt auf.
Ich werde sicherlich noch einige Male darüber schreiben. So wie sich in der Fotografie mit der Kugel neue Wege erschließen. Es mag ein Symbol sein. Denn die Sphäre, hat seit jeher eine immense Bedeutung. Das Heidentum lässt im Gegensatz zu anderen Religionen Platz für Phantasie, wohl das wertvollste Geschenk dieser Art des Glaubens.  
Ich wurde also gefragt. Warum die Halde? Das war die Antwort ;-).