Montag, 29. Juni 2015

Von Zauberern und anderem.....


Zauberer Hyrinimus von Kh‘aterzyklus (Junior) gab sich alle erdenkliche Mühe in der Kunst der Zauberei irgendwie weiter zu kommen. Meist endetet es in einem wirren Desaster aus Feder, Melonen, und einem Drachen der sich mittlerweile doch ein wenig darüber mokierte das immer wieder nur er seiner Sippe vom Mittagessen gezaubert wurde und im modrigen Labor des Zauberers landete.

Andere Drachen als solche aus dem Sumpf (Sumpfdrachen sind eher höflich weil von zierlicher Statur), hätten vermutlich angesäuert reagiert und die ohnehin karg ausgestattete Burg des Zauberers in einen qualmendem Trümmerhaufen verwandelt. Glücklicherweise gelang das bei einem großen Schuppentier aus dem Norden nicht wirklich. So entschuldigten sich meist beide artig bei dem gegenüber. Hyronimus öffnete die Tür, und der Drache wie auch Zauberer gingen wieder ihrer Wege.
Dennoch standen Hyrinimus und Zauberei in gewissen Belangen auf Kriegsfuß. Genaugenommen ging es darum ein wenig Gold zu materialisieren. Könige standen auf Gold. Zauberer auch, weniger allerdings auf die Strafen, die ihnen verärgert wie ungeduldige Könige androhten wenn das Goldmachen wieder einmal nicht gelang. Oder etwa aus dem Ruder lief und das königliche Labor in der Hauptburg von Zh`appmund in Schutt und Asche legte. Gut, das Bordell,  der Zitadellenturm, zwei Ziegen, ein königliches Klo sowie der königliche Adler gingen Kollateralschäden durch, die irgendwie im Weg standen.
Aber große Kunst verlangte nun einmal auch große Opfer. Dummerweise sahen Könige die Opfer selten bei sich (schon gar nicht monetär), sondern meist bei den ausführenden Organen. So wurde Hyrinimus quasi ausquartiert….
Zurück in seine kleine (wirklich kleine) Burg, jetzt umgeben von Mitgliedern der königlichen Assasinengarde, die selten freundlich und meist äußerst finster drein blickten. Irgendwie machte es ihnen wohl zu schaffen, dass sie den Zauberer nicht anrühren durften. Allerdings machten sie aber auch keinen Hehl daraus, dass sie es mit Freuden –und einer gewissen heimtückischen Kreativität- sehr wohl tun würden wenn der König grünes Licht geben würde. 
Zauberer waren selten beliebt. Hyrinimus schon, irgendwie jedenfalls. Er hatte eine nette höflich, wie charmante Art, aber noch nicht so ganz begriffen, dass Zauberei nicht wirklich eine gute Art des Auskommens  für Ihn war. Aus Sicherheitsgründen war ihm Zauberei im Kh’atzbuckel dem Dorf nebenan untersagt, seit er die Dorfschenke bei einer misslungene Demonstration eines alten Tricks in einen Tümpel voller wütender Krokodile verwandelte, in denen auch noch ein übel gelaunter Wassergeist sein Unwesen trieb.
Irgendwie gelang es ihm schließlich einen Klumpen Gold zu produzieren. Wie ihm das gelungen war stand allerdings auf einem anderen Blatt. Eines das dummerweise Papagei Galantino, während des letzten gewohnheitsmäßigen Zoffs mit Kater Marlow ins Feuer bugsiert hatte.
Aber der königliche Herold war glücklicherweise Zeuge der Metallgenerierung und trug den Klumpen Metall stolz zum König, der Hyrinimus großzügig versicherte das Angebot mit der Kur auf der Streckbank noch einmal zu überdenken. Vorausgesetzt es gab mehr von dem edlen Metall…..
Fortsetzung folgt…vielleicht :-).