Samstag, 20. Juni 2015

Fire and Flame....





Useliges Wedda ;-). Also Zeit und Lust auch zu hause wieder zu probieren. Hin und wieder werde ich ja nach dem Aufbau des ganzen gefragt. Im Grunde ist es ganz simpel. Gut wenn man Platz hat. Geht aber auch auf eher kleinem Raum.

Als erstes wäre da zunächst erst einmal das Equipment. Ich nutze viel Transparentes. Die Kugeln kennt ja schon der eine oder andere ;-). Der Effekt des Lichtes wird durch Glas unterschiedlicher Färbung interessanter. Aber im Prinzip geht auch alles andere, was man gerne ins Bild bringen möchte.
Als Lichtquelle nutze ich Streichhölzer, Wunderkerzen, Feuerzeuge, sowie Taschenlampen. Ein LED Licht kommt auch von unten zum Einsatz. Hier lege ich eine Scherbe aus blauem Glas drüber, um so eine eben bläuliche Lichtquelle zu erhalten. Hier sind den Ideen kaum Grenzen gesetzt.
Die Szene positioniere ich auf zwei Buchstapeln, über die eine Glasplatte liegt. Glasplatte deshalb, damit ich die Objekte auch von unten anstrahlen kann. Das gibt zusätzlich interessante Effekte. Die Cam sollte natürlich auf einem Stativ befestigt, bzw. ruhig und immer in der gleichen Position stehen. Dies deshalb, weil ich auch mit Mehrfachbelichtung arbeite. Dann darf mir das Geknipste nach Möglichkeit nicht verrutschen. Obwohl, dies auch unfreiwillig interessante Effekte ergeben kann. Bei mir kommt ein Gorilla Pod zum Einsatz. Ein anderes Stativ geht aber auch.
Die Glaselemente, wie auch Metall sollte man vor Beginn gründlich reinigen, da Schmutzpartikel, die Spiegelungen ungünstig beeinflussen, oder die Bildkomposition eher stören.  Den Hintergrund wähle ich in der Regel in Schwarz. Er sollte Lichtschluckend sein. Ein  schwarzes Ton Papier oder Stoff erfüllt dieses Zweck ganz gut. Bei Stoff ist es allerdings möglich, dass man wellen sieht.
Wenn alles steht, kann man ans Werk gehen. Ich benutze übrigens auch schwarze Handschuhe, damit die reflektierende Haut nicht sieht. Das gibt sonst unter Umständen rote Schlieren im Bild, dort wo man die Hand bewegt hat.
Die Cam selbst bedien ich über einen Fernauslöser. Meist sitze ich direkt dahinter. Die Einstellungen  im Allgemeinen. Iso Zahl recht niedrig 100 oder wenn möglich darunter, Belichtung zwischen 8 und 30 Sek. Mit der Blende spiele ich ganz gerne, so zwischen 14 und 22. Letztlich bleibt das wohl jedem selbst überlassen.
Gut ist noch ein feuersicheres Gefäß in dem man die abgebrannten Streichhölzer und Wunderkerzen direkt entsorgen kann. Ich nehme da ein altes Gurkenglas. Zumal es auch wichtig ist abgebrannte Enden der Streichhölzer abzustreifen. Geht am Innenrand eines solchen Glases ganz gut. Wasser in der Nähe ist auch nicht verkehrt. Vorsicht ist natürlich geboten wenn man mit entflammbarem Material arbeitet. Brandsalbe sollte immer da sein ;-).
Noch ein Tip, wenn man Wunderkerzen nutzt. Wenn ihr wertvolles Glas benutzt Vorsicht. Den die kleinen abgebrannten Partikel setzen sich auf Oberflächen fest. Das heißt brennen sich ein. Ich finde das nicht so wild. Aber auch hier sollte man die Kugel hin und wieder reinigen, und bei ganz empfindlichen Glasoberflächen lieber die Finger von lassen.
Ansonsten viel Kaffee, Geduld auch frische Luft. Meine Balkontür ist direkt neben der Arbeitsfläche.
Bei der späteren Bearbeitung der Bilder ziehe ich Klarheit, Farbton und Sättigung etwas an sowie den Schwarzwert etwas höher.  
Das Umgebende Licht sollte natürlich so gering wie irgend möglich sein. 
Fazit. Lightpainten macht ungeheuren Spaß. Noch mehr allerdings draußen. Hier kann man die Möglichkeiten noch mehr variieren. Dazu aber mehr wenn es endlich mal ein Wetter gibt das draußen arbeiten zulässt ohne das einem die Nase abfällt ;-).
Übrigens ist experimentieren Usus. Nutzt an Material alles was euch sinnvoll erscheint. Die Bilder die dabei zustande kommen sind immer wieder beeindruckend.
Wer Fragen hat kann diese gerne stellen. Oder wer Lust hat auch mal Abends mit losziehen um ein wenig mit Licht zu malen ;-).





Der Aufbau:

 Hier ist gut der Bücherstapel auf dem die Platte liegt zu sehen.

 Das Licht nach Möglichkeit hinter dem Objekt bewegen.