Freitag, 3. April 2015

Ostergedanken


Es begab sich in früheren Zeiten, als die ollen Römer noch herrschten. Da war ein Fleck Erde, eine Unruheprovinz. Eine Ecke im Imperium Romanum in dem ein Legionär sicherlich mit wahrer und mühsam gezeigter Freude versetzt wurde. Wenn man vielleicht mal von Germanien mit seinen nasskalten Wäldern und Barbaren, die an Freundlichkeit ihren Besatzern gegenüber vermutlich nicht zu überbieten waren absieht.

Dieser staubige Fleck im nahen Osten, war also geradezu prädestiniert dazu Ärger zu machen. In der vergangenen Gegenwart, der heuten Zeit und in Zukunft vermutlich auch noch.
Als Legionär boten vermutlich gelegentliche Hinrichtungen mal ein wenig Abwechslung. Oder die vielen Propheten die sich in diesem hitzewallenden staubtrockenen Landstrich die revolutionäre Klinke in die Hand gaben.
Die absolute Spitze unter diesen Propheten stellte vermutlich jemand dar der in der Nähe eines Sees geboren wurde. Handwerker gelernt hatte, und derartig unzufrieden damit war, das er beschloss eine unter vielen neuen und alten Lehren zu gründen.
Die überlieferte Botschaft: „Frieden auf Erden!“
Wird jedenfalls so gemunkelt. Obs tatsächlich so war, und die gelangweilten römischen Wachposten hinter den Stadtmauern Jerusalem, dass auch so sahen  wird vermutlich nie mit absoluter Sicherheit geklärt werden können.
Jedenfalls zog der Religionsgründer auf einem Esel in die Stadt ein. Wie nicht anders zu erwarten gründete er einen Verein (alt wie neudeutsch Sekte, oder Glaubensgemeinschaft). Und wie bei allen Vereinen begab es sich, dass bald Ärger drohte. Wie immer gibt es dort unzufriedene, die ihren Vorsitzenden so gar nicht abkönnen. Jedenfalls wurde der König der Könige (selbsternannt) gegen 30 Silberlinge an die hiesige Ordnungsmacht verraten.
Jetzt muss man sich das Dilemma der römischen Besatzungsmacht einmal vorstellen. Propheten gab es zu dieser Zeit viele. Üble, weniger Üble und gewiss noch üblere. Sicherlich auch einige bei dem einen schon mal schlecht werden konnte, wenn sie nach zwanzig Jahren erlebter Wildnis in einem Erdloch und mit einem Busch (und begleitendem Fliegenheer) als Deckung wieder einmal die Stadt besuchten.
Aber das ist vermutlich eine andere Geschichte.
Als Aufrührer hatte in Sache Verurteilung das römische Recht die letzte Handhabe. Was dann dazu führte das besagter Rebell wie tausende anderer zu dieser Zeit nach kurzem Prozess ans Kreuz gebracht wurde. Eine Prozedur, die eine gewisse Strapaze bedeutete und ziemlich unbequem wie schmerzhaft gewesen sein dürfte.
Vor allem, wenn man auch noch angenagelt wurde um nicht vom hölzernen Gestänge zu purzeln. Für die Legionäre war das vermutlich Alltag. Und wenn es damals schon Zigaretten gegeben hätte, hätten sie sich vermutlich nach getaner Arbeit eine angesteckt. Ne Runde gequatscht und wären dann in die Kaserne zurückgeschlendert. Andere Zeiten, andere Sitten.
Nun sind Propheten zäh. Wenn sie dann auch noch Gottes Sohn sind hat die Staatsmacht ein Problem. In vermutlich jeder Hinsicht. Denn eben dieser wagte es auch noch nachdem er abgehängt wurde wieder als Wiedergänger aufzutauchen und schließlich unter orchestralen Hosiannaklängen in den Himmel zu entschwinden.
Was blieb uns dann? Naja. Das Imperiale Rom ging irgendwann an sich selbst zugrunde. Das Christentum blühte auf und beglückte die Welt mit einer Religion die sowohl Barbaren als auch die fernsten Winkel der Erde infizierte. Später kam dann noch der ein oder andere Prophet dazu, und malträtierte die Welt mit der komischen Sicht eines Wüstensohnes, der vermutlich zu viel Gras geraucht hat.
Mein persönliches Fazit: (Welt)- Religonen sind es im Grunde nicht wert, das man sich mehr als nötig mit ihnen beschäftigt.  Ihre Gründer und Nachfolgende Institutionen haben genügend Ärger im Gepäck, mit dem sie aufgeklärten Menschen das Leben zur Hölle machen und machten ;-).