Sonntag, 22. März 2015

Plattenfunde.....

Beim sortieren fallen einem dann doch gelegentlich Bilder auf, an die man gar nicht mehr gedacht hatte. Diese Serie finde ich nach wie vor am gelungensten. Es ist schon ein paar Jahre her. Geknipst im Duisburger Tierpark. Vor Urzeiten war es wenn ich mich recht erinnere mal das Paviangehege. Eine runde Anlage, mit einem tiefen Graben zwischen Tieren und Zuschauern. Irgendwann wurde der Steinturm dann entfernt und die Grube zugeschüttet.
Wann die Präriehunde da rein kamen weis ich nicht mehr. Der Erbauer der Anlage hatte aber wohl nicht bedacht, das man gut über das Geländer greifen und die Tiere zutraulicher werden könnten. Wie sich dann diese "Ich lasse mich gerne Streicheln" Geschichte entwickelt hat kann ich nicht sagen. Aber kurios war das schon. Denn letztlich sind Prariehunde Wildtiere, und können vermutlich bei Bedarf auch mal zulangen.
Dieser kleine Genießer jedoch kam immer wieder zurück und ließ sich kraulen. Genoss es sichtlich. Ich habe das ganze nur am Rande bemerkt und festgehalten. Erst später ist mir aufgefallen, wie drollig diese Bilder eigentlich sind.  Heute kann man nicht mehr da rein greifen, das Gelände ist tiefer gelegt, und es sind andere Tiere -ich meine Klippschliefer- auf der Anlage.
Aber man bemerkt daran vielleicht, das das Bedürfnis auch wilden Tieren nahe zu sein, ein sehr menschliches ist. Ein Grund mehr, warum es meiner Ansicht nach Tierparks geben muss. Denn die Entfremdung von Natur ist heute im Computerzeitalter gerade bei den jüngeren ja allgegenwärtig.
Wie soll jemand, der Tiere nicht kennt, Tierarten nicht zuordnen kann eine Beziehung zur Natur entwickeln. Ich bin oft überrascht wie wenig Menschen wissen. Nun muss nicht jeder den Unterschied zwischen Präriehund und Murmeltier kennen. Aber selbst die grobe Zuordnung fehlt manchmal. 
Wildhunde werden für Wölfe gehalten. Adler für Falken und jede Menge anderer kurioser Beschreibungen und Verwechslungen. Auch die Erwartungshaltung von Tierparkbesuchern finde ich drollig. Die kommen oft einmal im Jahr in den Park, auch noch zur Mittagszeit und wundern sich warum die Tiere nicht oder kaum in Aktion zu sehen sind. Tiere sind da wohl cleverer als Menschen und verbringen die Hitze derMittagsonne lieber dösend im Schatten ;-). Meine besten Bilder habe ich dort meist Morgens oder am späten Nachmittag gemacht. Besonders auch bei den Wölfen.
Dennoch sind es diese rührenden Momente, die ich schön fand.
Blende 5,6, 1/250sec Belichtungszeit Iso wenn ich mich recht erinnere zwischen 200und 400.
Bei diesen Bildern zeigt sich für mich wie wichtig es ist auch einen Blick für die Kleinigkeiten zu haben. Dabei dann auch schnell zu reagieren. Etwas das mir momentan gesunheitsbedingt und mental schwerer fällt. Umso schöner wenn ich dann beim aufräumen diese alten Bilder auf der Platte finde. 

mehr wie immer hinter de mehr.....