Samstag, 28. Februar 2015

Nachdenkliches.....


Meine persönliche Meinung ist, dass religiöse Symbole, gleich welcher Art auf der Straße und im öffentlichen Raum nichts zu suchen haben. Religion ist Privatsache, und „ich“ möchte davon draußen nicht „belästigt“ werden, gleich welcher Glaube es nu sein mag. Was Menschen in ihren 4 Wänden, Tempeln oder geschlossenen Zirkeln machen  –soweit gesetzeskonform- ist mir so ziemlich Scheißegal. Da können sie auch den heiligen Furz in der gesalbten Flasche anbeten, einer Sandale hinterher rennen oder Klodeckel als Zeremonienschmuck  tragen. Es ist mit schlicht schnurz.  

Wenn ich jedoch draußen bin möchte ich nicht von Personen mit religiösen Symbolen, gleich wo sie sie tragen behelligt werden. Ich persönlich fühle mich schlicht davon belästigt. Ob es nun das Kopftuch, das Kreuz, oder auch die Kippa, die man ja eher selten sieht sein mag. Glockengeläut –bin ich zwar gewohnt- muss ich aber genauso wenig haben wie schräge sängerische Darbietungen eines Muezzin.
Mir sind Religion und religiöse Menschen im Prinzip egal. Solange ich persönlich davon nicht tangiert werde, wenn ich es nicht will. Ein Jude in Frankreich demonstriert, dass es nicht gerade angenehm ist mit der Kippa durch sozial prekäre Stadtteile zu laufen. Ein ähnlicher Versuch hier im Land zeigt, dass meist verwunderte Blicke das Resultat dieser Art Innenstadt Begehung ist.

Da isse dann auch wieder, die Diskussion. Oder sollte man besser sagen, die mediale Meinungsmache der gutbürgerlichen wohlfühl Stimmungsmedien kommt wieder in Gang. Während Muslime hingegen, immer wieder aufs Neue ihre langweilig werdende Mitleidstour fahren, und ja sowieso aus ihrer Sicht nur Opfer des ach so bösen Westen sind (der ihnen bereitwillig Obdach gibt und freie Meinungsäußerung erlaubt, die daheim nicht ganz so gerne gesehen ist.). Bürgern jüdischen Glaubens wird seitens der israelischen Regierung schon mal abgeraten in Deutschland zu bleiben und auszuwandern, weil sie nur in Israel sicher sind. Christen machen derweil auf Gutmensch gegenüber Flüchtlingen und Armuts- Auswanderern. Versäumen dabei jedoch, dass es auch im eigenen Land genug Armut und Missstände gibt um die man sich kümmern und besser nicht vernachlässigen sollte.

Der Atheist hängt irgendwie dazwischen und weiß nicht so recht was er davon halten soll. Linker Populismus hält derweil an Marx fest, weil der sowieso einst schon festgeschrieben hat das Religion dubioses Teufelszeug ist. Dabei dann aber den Kommunismus als Glaubenssystem so verklärt wie es auch der Gegenpart Kapitalismus bei sich selbst zu tun pflegt. Rechter Populismus pflegt eine Sprache, die wie die der Linksextrem im ersten Drittel des letzten Jahrhunderts kleben geblieben ist. Entwickeln tut sich dabei keine der beiden extremen Fraktionen wirklich. Was wohl auch gut so ist wenn ich mir dieses Völkchen so anschaue.

Irgendwie interessant das Buddhisten, Heiden oder auch noch die ein oder andere Religionen so gar keinen Heck meck um sich selbst machen und auch sonst irgendwie gar nicht weiter auffallen. Seltsam dat ;-).
Intellektuelle Buchstabenverdreher aller möglichen Richtungen schwafeln derweil in monströs verschwurbelten Texten ihren eigenen Senf daher. Im Nebel ihrer schwer vergeistigten Dunstglocke, sehen diese Gestalten dann ohnehin nix mehr außer dem eigenen "Intellektuellen" Qualm, der einen gewissen "realen" bezogenen gesellschaftlich nötigen Durchblick ganz verwehrt.

Wenn ich unterwegs bin,  mache übrigens gerne mal unterwegs halt an einem Hagelkreuz, oder an einer alten Kirche. Moscheen habe ich mir wie auch Synagogen, einen buddhistischen Schrein oder hinduistischen Tempel auch schon angesehen. Weil ich neugierig bin.  Es interessiert mich auch als nicht gläubiger Mensch. Aber es sind Gegebenheiten die ich mir aussuche. Wenn ich es will. Wenn mir aber draußen alle Naselang ein Kopftuch oder sonstige religiöse Symbole begegnen sehe ich das schon ein wenig anders.
Soll jeder seine Religion leben wie er mag. Es ist mir egal, und kümmert mich nicht weiter. Aber bitte im privaten Kontext. Missioniert, und glaubenstechnisch überzeugt werden will ich nicht, und im öffentlichen Raum möchte ich es vorziehen nicht mit diesem gläubigen Firlefanz –gleich welcher Couleur- nicht konfrontiert zu werden. Denn dies stellt in meinen Augen eine Art „seht her, ich bin von der und dieser Glaubens- Fraktion! Und das ist ja soooo toll!“, dar.
Eine einzelne Meinung? Denke mal nicht. Aber letztlich muss das wohl jeder für sich entscheiden meine ich mal.