Samstag, 28. Februar 2015

Live long and.....



Da isser also dahingegangen der Leonard und Spock Darsteller. Wird einem schon etwas seltsam zumute wenn man liest, dass die Darsteller aus der Kindheit und den Lieblingsserien  das zeitliche segnen. Macht einem selbst auch bewusster, dass man langsam älter wird. Die Einschläge näher kommen ;-).
Die alte Enterprise Serie war zu ihrer Zeit nicht unbedingt das was ich heute favorisieren würde. Dennoch hat das Star Trek Universum auch mich ziemlich geprägt. Es begann mit den Abenteuern der „alten“ Enterprise. Ich fand die Schiffsklassen schon immer interessant. „Ein gewaltiges Schlachtschiff der Föderation….“ sagte mal eine Klingone in einem der Kinofilme ;-).

Überhaupt die Einteilung in Schiffs- Typen und Bauweisen. Die Constitution-Klasse war in der Beschreibung wohl man ehesten das was einem schweren Kreuzer entsprechen würde. Eine Schiffsklasse, die ich neben den Trägerschlachtschiffen und Jägern immer gemocht habe.
A
llerdings  waren es neben den  Raumschifftypen eher die Tricks die mich fasziniert haben und es auch heute noch tun. Die Darstellung und Visualisierung anderer Welten. Die Darsteller sind für mich meist nebensächlich. Ich brauche was fürs Auge. Opulente Welten und Optik.

Die Tricks waren damals bescheiden, wie kostengünstig. Besonders was Serien anging. Es reichte jedoch zu dieser Zeit aus um diese Welten in Gedanken weiterspinnen zu können. Die Vorstellung anzuregen, auch selbst etwas zu schaffen. Das zieht sich von meinen kreativen Anfängen bis heute. Verbunden mit der Idee der riesigen Schiffe und Trägerpötte aus Star Trek, Star Wars und so vielen anderen Sf- Epen.

Spock hingegen war wohl eher etwas für Nerds. Die besserwisserische/logische Art des Spitzohrs, mit doch ein paar menschlichen Emotionen hat wohl Generationen davon geprägt. Ich mochte Nimoy als Darsteller. Spock selbst als Figur war mir doch weniger sympathisch als die von Kirk. Aber ach wo, kann man so gar nicht sagen. Ich mochte eigentlich sie alle. Die Enterprise Crew, und mag sie auch noch heute.

Diese frühen Serien, neben Ufo, Invasion von der Wega, Orion und anderen die mir jetzt gerade nicht einfallen haben mich künstlerisch durchaus geprägt. Mich neugierig gemacht zu lesen. Von Jule Verne, über Asimov, Heinlein, Farmer, Foster und so viele andere. Natürlich auch Perry Rhodan. Diese (Heft)- Serie hat mich vermutlich mehr beeinflusst.

Action gab es in Star Trek eher in bescheidener Form. Das kam erst später mit den Spielfilmen und anderen Serien. Sie machte jedoch neugierig. Wie wird das gemacht? Zu dieser Zeit habe ich viele Bücher über Filmtricks verschlungen. Ray Harryhausen und seine Kunst des Stopptricks. Albert Wittlock und die Kunst des Matte Paintings. Die Risszeichnungen in Perry Rhodan.  All das hat mich schließlich angeregt auch selbst etwas zu werkeln, zu tun. Erste Gehversuche in Super Acht, im Zeichnen, dann Airbrush und später 3d.

In gewisser Hinsicht war das schauen dieser Serie, das was Neugier und die eigene Kreativität erst möglich gemacht hat.

Inspiration bietet all dies mir noch heute. Ich bin froh viel gelesen zu haben, es heute auch  noch zu tun. Mittlerweile hat die Qualität der neuen Serien längst die des Kinos erreicht. Auch ein Verdienst der damaligen Tricktechniker, die mit ihren Effekten so viele ihrer Zuschauer begeistern konnten.

Hier ein Raumschiff, dort ein Roboter. Masken, Wunden und was es so alles in diesem großen Universum so gab und gibt. Star Trek ist wohl eines der beständigsten in der Szene. Die Trekkies bringen sich ein, wachsen in ihren nerdigen Rollen. Manche übertreiben es auch. Aber das ist mir lieber als durchgeknallte religiöse Deppen oder Fussball Idioten.

Die Neugier nach dem was da draussen ist. Auch das ein Phänomen in dieser Serie. Schauen, seine Welt erkunden. Bewegung, klettern, machen Abenteuer erleben. Die Welt zu spüren. Weniger für die Nerds, die schon Angst vor ihren eigenen Schatten haben und lieber in Traumwelten verharren und verharrten.

Im Grunde ist es ja nichts anderes als Cowboy und Indianer in modern. Die Föderation als gute Ordnungsmacht und die fiesen Klingonen als Indianer oder Banditen. Als Kinder haben wir das dann auch oft so zelebriert. Die Kommandobrücke oder Basis kurzerhand in den Wald auf einen Baum oder eine selbst gezimmerte Bretterbude verlegt. Uns mit den Indianern (Klingonen und anderen Aliens) gebalgt, oder gegenseitig durch die Gegend gejagt. Das ging selten ohne Schrammen ab. Meist aber ohne Nerds, die diese Umgebung ganz in ihrer Art (gefangen) nicht mochten, und oft schon vor einem Kaninchen oder einer Biene die Flucht ergriffen ;-).

Star Trek hat mich damals wie heute neugierig gemacht. Auf alles mögliche.  

Ich werde das Spitzohr vermissen, der weit mehr konnte als nur ein Vulkanier zu sein ;-).

Live long and…..wo auch immer…… 

PS: Den Vulkanier Gruss konnte ich schon immer recht gut. Des halb meine kleine eigene Interpretation als Lightpaint ;-).