Donnerstag, 1. Januar 2015

Nachdenkliches.....

Oh ja wie wahr diese Gedanken im Freitag. Die eine Seite, läuft aus Opportunismus dort mit wo es das gro Schafherde tut, und ist dabei nicht besser als die (vermeintlich kleinere, weil noch ängstliche) Ziegenhorde auf der anderen Seite. Beide blöken bzw. meckern vor sich hin.


Dazwischen gibt es die „stille“ Mehrheit die sich nicht äußert und wartet. Sich aber in der Regel, erst dann hervor traut wenn der Drops gelutscht ist. Hatten wir glaube ich in diesem Land schon einmal. Wie das ausgegangen ist, sollte jeder Geschichts- interessierte wissen.
Ein paar Leutchens gibt es indes noch, die weder mit den Schafen noch den Ziegen, noch den aus Feigheit opportunen etwas anfangen können. Menschen die differenzieren  (meist jedenfalls)  und zumindest versuchen sich ihre „eigenen“ Gedanken zu zentralen gesellschaftlichen Probleme zu machen.  Immerhin beweisen diese den Mut, nicht planlos irgendwo mitzurennen und eifrig die Parolen des gerade aktuellen Mainstreams zu blöken. 

Wohl ein Zeichen dieser so unruhigen Zeit. Wo auf der einen Seite, intellektuelles wie hochtrabende Gelabere die gegenwärtigen Probleme so verkleistert, dass sie nicht mehr wiederzuerkennen und damit vermeintlich weg „gezaubert“ sind. Die andere Seite, einfache Parolen vertritt, die in ihrer Struktur zu primitiv sind um eben den komplexen Gegebenheiten einer modernen Gesellschaft  gerecht zu werden.

War noch nie „mein“ Ding irgendwo mitzulaufen. Schon gar nicht, Denkverboten zu folgen oder zu erliegen. Ich ziehe es vor mir meine eigenen Gedanken zu machen, und sie auch zu äußern, das habe ich schon immer so gehalten. Dabei auch mal anzuecken war noch nie ein Problem für mich.

Was mich aber schon immer angekotzt hat sind politische/wie gesellschaftliche Opportunisten. In ihrem kriecherischem buckeldem inneren, vertreten sie oft genug das gegensätzliche jener Positionen die noch nicht Mehrheitsfähig sind. Dabei sind sie so immens feige, dass sie erst aus der Deckung kommen, wenn das Werk (welches auch immer) von anderen getan ist. Sie dann selbst nichts mehr zu verlieren haben. Andere dabei sprichwörtlich den Kopf für sie hingehalten haben.

Im Grunde ist es jene Feigheit, die erst das Entstehen der fürchterlichsten Diktaturen des letzten Jahrhunderts ermöglicht hat. Unser Land lebt seit über 60Jahren in ruhigen demokratischen Fahrwassern. Nun sehen wir, dass die noch nie wirklich stabile Fassade zu bröckeln beginnt. Erste Anzeichen sind wahrnehmbar und werden wohl ihre Auswirkungen auf dem Stimmzettel hinterlassen.
Jene Stimmen, die mahnen endlich gravierende gesellschaftliche   Mängel –die für  jeden der sehen will erkennbar sind-  anzugehen verhallen, im Angesicht der bornierten Verblendung auf beiden Seiten.
Was bleibt? Abwarten denke ich. Sich nach Möglichkeit nicht verbiegen. Nicht jedem Meinungsbild hinterherzulaufen, das gerade genehm ist weil es bequemer ist. Das ist nicht einfacher (für keinen), eher komplizierter. Aber man kann wenigstens noch in den Spiegel gucken.

In diesem Sinne ;-)