Montag, 5. Januar 2015

Gestirbsel im Tank



Starker Film mit starken Charakteren. Leider kommt der Fight mit dem Deutschen Tiger ein wenig zu kurz wie ich finde. Aber es ist ein gutes Kriegsdrama. Kommt dabei  nicht ohne den üblichen amerikanischen Pathos des gebrochenen Helden aus. Dennoch wird ein sehr differenziertes Bild von desillusionierten Soldaten und einem am Boden liegenden barbarischen Gegners gezeichnet. Der nur noch überwiegend alte Menschen und Kinder in den Kampf schicken kann.
Bis auf das letzte Drittel im Film in dem es zu einem Kampf gegen eine verbliebene SS Truppe kommt, der wirklich ins eingemachte geht. Den Kommandanten des Sherman spielt Brad Pitt mit der ihm eigenen charmanten Ruppigkeit, die man ja auch schon aus Inglourious Basterds kennt   

Was mich sehr überzeugt hat waren die Sets und die Ausstattung, die überhaupt nicht gekünstelt und sehr realistisch wirkten. Ebenso die Kriegsszenen die sehr rabiat in Szene gesetzt sind. Nix für schwache Gemüter also.Auch wenn im Film, der Schwerpunkt eher auf den mühsamen Kontakt zwischen zukünftigen Besatzern und unterworfenen geht.

Die Dialoge sind stellenweise recht ausgefeilt und wie die Szene in dem deutschen Haus sehr überzeugend und dicht. Man kann die Überforderung und damit einhergehende Aggressivität der Soldaten förmlich spüren, wie auch die Angst der Deutschen, auf deren Terrain dieses letzte Kapitel des Krieges ja spielt.