Sonntag, 14. Dezember 2014

Zu Multikulti.....




Ich poste es hier um Blog auch nochmal. Während ich solche Hetze wie die von Sarrazin nicht mag, spricht Buschkowsky die Probleme um die es geht direkter und pragmatischer an.  Eben lösungsorientiert und kein akademisches Geschwafel, das die Sache um die es  geht zerfasert, und bis zur Unkenntlichkeit zerredet.

Seine Bemerkung zum scheitern von MultiKulti kann ich nur voll und ganz unterstützen. Ich habe nichts gegen wirklich stattfindende kulturelle Bereicherung. Das ist in der Regel und für "jede" Gesellschaft gut. Solange es um gegenseitigen Austausch geht, kann das nur nützlich für jede gesellschaftliche Entwicklung sein.
Wie Buschkowky schon im Beitrag schildert bedeutet Einwanderung von oft bildungsfernen Menschen jedoch nicht eine kulturelle Bereicherung, sondern das verfestigen von starren unflexiblen Gesellschaftsnormen aus Ländern, die mit westlich orientierter Freiheit nicht allzu viel am Hut haben. Und eben dieser Zustand sich auch hier in Parallelgesellschaften verfestigt, die weder Interesse noch Engagement zeigen sich hier zu integrieren. Was ja nicht bedeuten würde, die eigene kulturelle Integrität zu verlieren.
Wenn ich manchmal höre wie Menschen über Multikulturell philosophieren und sie dabei stets betonen wie wirklich wichtig dies ist, kann ich mir eine Frage nicht verkneifen. Warum lebt ihr dann nicht dort wo das Multikulturelle Leben in seiner Gänze tobt? Etwa in einem Hochhaus wo 50 Mietparteien unterschiedlichster (meist muslime) Ironie ein: "In friedlichster Eintracht!" Ironie aus Ethnien wohnen. 

Meist bekomme ich dann ausweichende oder gar keine Antworten und "Nie" so etwas wie: "Oh Toll, da will ich hin. Ist da ne Wohnung frei!?" zu hören.

Gutmenschen (Ich mag dieses Wort überhaupt nicht, aber es passt im Zusammenhang ganz gut.), sehen die dortigen Probleme in der Regel nicht weil sie eben damit nicht konfrontiert werden. Also ist es recht leicht zu sagen das multikulti eine Bereicherung ist. Für die Betroffenen stellt sich das jedoch anders dar. 
Man wird angepöbelt (in unterschiedlichen Sprachen ;-). Und so vieles mehr, das andere in betuchten Vierteln nicht wirklich mitbekommen. Ich schrieb ja schon einmal, das es hier in der Umgebung viele ältere Menschen wohnen. Wenn die in Kontakt mit überwiegend aus Testosteron zu bestehenden muslimischen Jugendlichen kommen ist Ärger oft vorprogrammiert. Darüber, das dann gerne mal die Bemerkung Scheiß Christ oder Nazi fallen schrieb ich ja schon einmal.
Nun sind, das muss man auch anmerken nicht alle so. Es gibt auch Vernünftige, die deeskalierend eingreifen, aber leider nicht unbedingt eine Mehrheitsfraktion bilden. Das die Meinungen von alten Menschen, dann nicht unbedingt besonders differenziert sind kann ich nachvollziehen. 
Mittlerweile zeigt die Polizei hier ja mehr Präsenz, was auch dringend erforderlich war. Die Probleme jedoch sind nach wie vor da.
Um mal einen Lösungsweg aufzuzeigen. Ein Stadteilcafe-treff wäre gut. Es würde nicht sofort laufen -wie auch die Teilnahme an der Besichtigung der Schule gezeigt hat- aber es wäre ein Anfang um Menschen zusammenzubringen. Nur dies muss auch gewollt sein. Da müssen sich beide Seiten an die eigene Nase fassen.
Jetzt kann man wieder all das akademisch Zerfasern, zerreden. Statistiken und Umfragen bemühen. Aber es ändert nach wie vor nichts daran, das es die angesprochenen Problem in fühlbarer Realität  gibt. Ich dabei nicht sehe das es Engagement der hier lebenden Deutschen fehlt, sonder eher daran das sich Migranten hier in der Mehrzahl (Positive -leider vereinzelte- Ausnahmen gibt es immerhin auch) nicht beteiligen wollen. Eben dies muss sich ändern, sonst werden sich Dinge verfestigen und Probleme weiter verschärfen.

Es sei noch einmal ausdrücklich angemerkt, das dies nur ein Teilaspekt ist. In der von ROT/GRÜN imitierten (kann man gar nicht oft genug betonen) Hartz IV Republik geht es um sehr viel mehr. Um schlechte Wohnsituationen, um prekäre Beschäftigung, um nicht Existenz sichernde Arbeit in der Zeitarbeitsbranche und anderswo, um offene wie versteckte Armut. Um Barrierefreies und bezahlbares wohnen, um bezahlbare Energie, um soziale Verarmung und Vereinzelung, um eine eklatante Bildungsferne die auch mir Angst macht. Werden diese Probleme nur zerredet und nicht wirklich angegangen braucht man sich über Erfolge der Rechtspopulisten nicht zu wundern. 
Denn viele Menschen haben absolut kein vertrauen mehr in Politiker oder deren Politik. Sie sehen dort in erster Linie Pöstchenjäger und gierige wie korrupte Menschen die mehr daran interessiert sind sich die eigenen Taschen auf Kosten aller zu füllen. Auch hier gibt es -natürlich- Ausnahmen. Aber das Gefühl bei den wie man so schön sagt "einfachen Menschen" bleibt. Das Gefühl nicht in ihren Ängsten und Sorgen wahr und vor allem ernst genommen zu werden. Das Politik sie längst vergessen und AdActa gelegt hat. Das ist finde ich, sehr gefährlich.

Ich schreibe in letzter Zeit recht häufig über dieses Thema, weil es mir auch am Herzen liegt. Was ich aber überhaupt nicht mehr ab kann ist "akademisches Gelabere!" Es ist dringend nötig endlich pragmatisch und lösungsorientierte Ansätze zu finden, und zu handeln, als berechtigte Kritik in zitierten Statistiken die sich jeder selbst zusammen schustern kann  im intellektuellem Gelabere zu ersäufen. Denn die Probleme der betroffenen Menschen sind reale, und "keine" theoretischen Spielchen. 

Ein nachdenklicher Fenrir.