Donnerstag, 25. Dezember 2014

Nachdenkliches.....

Der Umgang von Menschen mit (Mit)Menschen ist doch gelegentlich etwas befremdlich. Da betreiben jene die ganz gerne mal ihre so eigene Toleranz mit Eifer predigen eine derartig intolerante Hetze gegen Menschen auf einer Demo, dass einem –als demokratisch eingestelltem Bürger - echt schlecht wird, bzw. werden sollte. Diese Menschen sind aus Beweggründen auf der Straße, die für mich nicht unbedingt in der Gänze nachvollziehbar sind. Die es aber tun weil es ihr gottverdammtes Recht ist in einer Demokratie eben dies zu tun. Ich mag dieses Konstrukt Pegida nicht! Rechtes Gedankengut ist mir fremd. Ich kann weder mit Nationalismus, noch mit Patriotismus oder Deutschtümelei etwas anfangen.
  
Es ist jedoch kaum anzunehmen, dass (in Dresden)  17.500 Nazis auf der Straße waren. Meines Erachtens ist einfach unredlich diese Menschen pauschal als Rechts zu diffamieren. Zudem ist es ziemlich blamabel, und peinlich noch dazu. Zu einer Demokratie gehörte es auch, dass unbequeme Meinungen geäußert werden dürfen. Auch wenn sie jemanden nicht in den eigenen linksspinnerten Kram passen mögen.

Bedauerlicherweise ist die Lage in NRW jedoch anders, hier scheint es tatsächlich so zu sein, das Rechtsaußenparteien die Bewegung für sich instrumentalisieren. Dies, sollte man in der Tat im Auge behalten. Wächst diese Bewegung weiter, muss das aber ein Alarmsignal für alle Demokraten sein. Zeigt aber, dass diese Themen wohl in der Lage sind bzw. das Potential haben könnten Massen zu bewegen.


Sinnvoller wäre ein Dialog mit betroffenen Menschen, in dem endlich seitens der Politik zur Kenntnis genommen wird das wir in unserem Land ein Problem –mit offensichtlich in weiten Teilen fehlgeschlagener Integration- haben das schlicht totgeschwiegen, ignoriert und ausgesessen wird.
Aus falsch verstandener Toleranz, fataler Political Correctness  und ja auch politischer Dummheit und Sachunkenntnis. Ich denke mal Buschkowsky beschreibt diese Tatsache in seinen Büchern recht treffend und praxisnah, lässt dabei alle betroffenen Parteien zu Wort kommen. Interessant dabei -um es mal zu erwähnen-, dass die Meinungen von integrierten Migranten zum Thema und "ihren" Leuten , dabei sehr viel schärfer ausfallen als man bei dieser Thematik vermuten dürfte.

Sehr interessant im Übrigen zu hören, dass die Bücher (sollte man ja seine Meinung zu artikulieren, ohne Frage, aber dazu sollte man sie auch gelesen haben) kaum einer jener, die sie so gerne  kritisieren gelesen hat. Traurige Realität in einem Land der angeblich tolerant Linksgerichteten, die aber längst verlernt haben wirkliche Toleranz zu leben. Denn das würde bedeuten auch unangenehme Wahrheiten und Sichtweisen zu akzeptieren oder zumindest zu diskutieren. Man muss sie ja nicht zwangsläufig übernehmen oder teilen. Stattdessen werden Menschen, die mit ihrem unmittelbaren Umfeld klarkommen müssen, es jeden Tag erleben, mit ihren Sorgen und Nöten allein gelassen, und mit der Rassismus und Nazikeule niedergeknüppelt, wenn sie es wagen Kritik zu üben und sie dann auch noch unverschämter weise laut äußern.

Für einen "sinnvollen" Diskurs wäre es nötig, dass man die Probleme ohne Scheuklappen diskutiert. Es endlich einmal zur Kenntnis nimmt das es sie gibt. Die fatale Ignoranz seitens der Politik und auch großer Teile der Medien, die dies nicht in ausreichender Form Thematisieren leistet rechten Gedankengut in eklatanter Weise Vorschub.
Dies äußert sich auch wenn man die Kommentare zu bestimmten Artikeln im Westen, Fb oder anderswo verfolgt ziemlich deutlich. Viele Menschen haben einfach die Schnauze voll davon in ihren Sorgen Ängsten und Nöten nicht ernst genommen und ignoriert zu werden. Von der Presse und Politik beschwichtigt und belogen zu werden.

Ne, sorry! Politisch links hat sich für mich ein für allemal erledigt! Ich habe mein Leben lang linke Philosophie gelebt und auch gutgeheißen. Musste jedoch leider zunehmend  erkennen, dass viele in diesem Lager (speziell am linken Rand) sich nicht m.E. wesentlich von Nazis und ihrer bornierten intoleranten Verblendung, und damit einhergehender partieller gesellschaftlicher wie politischer Blindheit unterscheiden. Sich dabei noch als Humanisten bezeichnen, im realem Leben jedoch pure Inhumanität leben, indem sie andere Meinungen die ihnen nicht passen weder zulassen noch tolerieren. Hätte nicht gedacht, dass solche Menschen zu so einer gemeinen und auch persönlich verletzenden Hetze fähig sind. Aber man lernt ja nie aus, nicht wahr. Wie sagte mal jemand so treffend: „Ganz Links, ist auch Rechts!“. Damit liegt er wohl leider nicht unbedingt verkehrt.

Was mich angeht, so werde ich mich mehr hin zur politischen Mitte hin orientieren. Wieder pragmatischer werden und ziehe es dabei vor "nicht" zum menschenverachtenden Dogmatiker –ob links oder rechts- zu werden. Davon haben wir zurzeit wohl mehr als genug, bedauerlicherweise. 

Ein nachdenklicher Fenrir.   

Noch ein Video Interview zum Thema: