Freitag, 19. Dezember 2014

Geschmökertes....

Zurzeit schmöker oder höre ich ja mal wieder ganz gerne. Die Abende sind trübe und nicht wirklich geeignet um vor die Tür zu gehen. Belletristik interessiert mich momentan nicht so sehr. Was spricht also dagegen sich mal wieder einem oder besser zwei Sachbüchern zu widmen.


"Die andere Gesellschaft" von Heinz Buschkowskys ist ein Buch, das sich mit der gesellschaftlichen Entwicklung in unserem Land. Im speziellen um die Entwicklung von gesellschaftlichen Parallelstrukturen, die Migration von bildungsfernen Menschen wohl zwangsläufig mit sich bringt. Ein Thema das viele (im linken Lager) gar nicht hören wollen, und vor dem sie die Augen verschließen.
Nun ist Buschkowskys recht klar in seinen Worten. Gar nicht so einfach, weil er ein Thema anspricht das emotional sehr geladen ist. Mir spricht es aus der Seele. Wie vielen anderen wohl auch, denen mittlerweile auffällt das hier bei uns etwas gewaltig aus dem Ruder läuft. Nicht zuletzt zeigen dies ja auch die Erfolge der Rechtspopulisten, die sich des Themas bedienen, und damit offensichtlichen Erfolg haben.
Das Buch Buschkowskys ist sehr sachlich geschrieben, sicherlich subjektiv aber bringt Probleme durchaus auf den Punkt. Dabei verneint er keineswegs das wir in unserem Land Zuwanderung benötigen. Schildert aber auch gravierende Nachteile, die durch Bildungsferne und Integrationsunwilligkeit entstehen. Sicherlich Probleme die da sind. Die aber seitens der Politik, wie auch im linken Spektrum ganz bewusst ignoriert und ausgesessen werden. Buschkowsky wird finde ich, kaum politisch, bleibt sehr sachlich beim Thema, was ich beim lesen sehr positiv fand. Nachdenklich macht einen die Lektüre allemal und ist unbedingt empfehlenswert.

Ein anderes Buch das ich nur zu lesen anraten kann ist:

"Richter ohne Gesetz" von  Joachim Wagner

Hier geht es mehr um die unmittelbaren Auswirkungen von Parallelstrukturen. Es ist gut recherchiert und vermittelt einen Eindruck von dem was sich neben der Rechtsprechung des Staates tut, der vor bestimmten Entwicklungen längst zu kapitulieren scheint.