Samstag, 29. November 2014

Gesehenes....

Under the Skin

Fiese Außerirdische sind ja nun nicht unbedingt etwas Neues. Meist tauchen sie in den USA auf und leben dort ihre in der Regel sehr misanthropischen Neigungen aus. Seltener anderswo auf der Welt. Schon interessante das der Schauplatz von „Under the Skin“ in den schroffen weiten Schottlands liegt.
Ich finde der Streifen ist ein kleines Meisterwerk. Sehr ruhig inszeniert mit wenigen Effekten, die auch nicht auf Schock ausgelegt sind. Es geht eher um ein Alien das sein gewissen entdeckt.
Kurz Scarlett Johansson spielt ein Alien das  irdische Männer in die Falle lockt weil ihre Spezies eine vorliebe für Menschen als Genussmittel hat.
Nun setzt hier oft genug die Schere im Kopf ein. Es wird das übliche erwartet. Schlechte CGI Aliens die Menschen in Splattermanier abschlachten. Im Film ist jedoch genau das Gegenteil der Fall. Effekte werden sehr sparsam eingesetzt. Die Geschichte ist ruhig und unaufdringlich. Schafft es tatsächlich den Gewissenskonflikt des  Aliens herauszustellen. Das geschieht weniger über Sprache als über das Spiel.
Die Handlung ist gelassen, und fängt die weite der schottischen Landschaft ein. Weite totalen prägen das Bild. Anders als in amerikanischen Streifen gibt es ein paar erotische Szenen, die man niemals in einem Film aus den USA zu sehen bekommen würde. Aber auch das bleibt im Rahmen der Handlung und wirkt keineswegs aufdringlich oder fehl am Platze.
Die Aliens werden kaum wertend dargestellt. Sondern wirken als emotionslose Geschöpfe, die in Menschen nicht mehr als Nahrung sehen. Das wirkt bisweilen bizarr. Besonders als die Hauptdarstellerin beobachtet wie ein Paar in der Brandung ertrinkt, und eine Art Cleaner sozusagen die Spuren beseitigt. Dieser taucht in der Handlung einige Male auf, bleibt als Figur aber eher unscharf.   
Alles in allem ein Streifen der es schon geschafft hat mich auch durch die schauspielerische Leistung zu beeindrucken.