Mittwoch, 1. Oktober 2014

Passagen Einweihung

Nu wohne ich ja direkt neben einer Schule. Einer Hauptschule. Also jene Form von Schule, auf die ich vooor langer Zeit auch mal gegangen bin. Damals hatte sie noch nicht den negativen Ruf den sie heute -oft zu Unrecht wie ich anmerken darf- hat. 

Heute sind dort fast 30 Nationen vertreten. Die Passage die von der Stadt zu dem Häuserblock in dem ich wohne sah modrig und ziemlich verkommen aus. Eine penetrante manchmal aggressive Dealerszene tat ihr übriges hinzu. Aufgrund der massiven Beschwerden der Anwohner tat sich dann auch endlich mal etwas. Im Zuge der Aktion Herne baut um und dem Engagement von Schulsozialarbeitern und Anwohnern kam dann Bewegung in die Sache und die Umgestaltung des Durchgangs wurde in Angriff genommen.

Schüler nahmen den Namen ihrer Schule zum Anlass und griffen unter Anleitung eines Künstlers selbst zum Pinsel. Heraus kam eine durchaus ansehnliche Gestaltung. Die ehemals graue wie triste Wand wurde bunt.
Heute war die Einweihung. Ein Zusammensein vieler Kulturen möchte ich anmerken. Es gab Gespräche, gut zu Essen und viel Kaffee. So würde ich es mir wünschen. Ein Dialog. Dialog in dem man sicherlich nicht alles an Vorurteilen ausräumen kann. Viele Anwohner hielten sich mal wieder raus, begriffen gar nicht was los war, oder wollten es auch nicht, seufz. 

Dennoch ein Dialog, der ein Schritt in die richtige Richtung ist und durchaus dazu angetan ist Menschen zusammen zu führen. Vorausgesetzt sie wollen es dann auch. Viel Arbeit noch in Zukunft.  
Ich habe einige gute Gespräche führen können. Mit hat es sehr gefallen auch die Jugendlichen bei der Arbeit an diesem Projekt zu sehen. Kreativität ist immer ein gutes Mittel um auch zu verbinden. Ich hoffe mal, das der Kiez sich ändert. Das es vielleicht ein Anfang ist um ein besseres miteinander Gestalten zu können.