Freitag, 12. September 2014

CSU-Slang „faule Grippel“




Munter hetzen war ja schon immer ein beliebtes Spiel bei den konservativen Dumpfbacken, die seit jeher im finstren Süden der Republik das sagen in haben.

Ein CDU/CSU Abgeordneter bezeichnet Erwerbslose als „faule Grippel“. Was im Bayerndödel Slang umgangssprachlich wohl auf jene bezogen ist, von denen der werte "Herr" Schlipsträger meint, dass sie keine rechte Lust haben einer gutbürgerlichen Moral von Arbeit, Ehre und einem dranhängenden Vaterland nachzukommen.
Ich denke mal, das Ganze geht durchaus tiefer. Unter anderem auch darum dem ängstlicher werdenden Wohlstandsbürger klarzumachen, das jeder der keine Arbeit hat selbst dran schuld ist und sowieso nicht will. Und das man wie auch immer geartete Schrauben im nächsten Jahr noch einmal anziehen muss um eben jene faulen „Grippel“ im Sinne des System zu disziplinieren.
Da durch Hartz IV der Mittelschicht ohnehin der Arsch auf Grundeis geht, wissen bestimmte konservative Völkner natürlich nur zu gut wie sie die Stammtische zu bedienen haben. Und die noch vorhandene Mittelschicht wird den Teufel tun und sich auf die Seite jener stellen die Solidarität dringender den je nötig haben.
Klar es gibt wenige engagierte in diesen Kreisen, die wissen dass unsere noch vorhandene Demokratie immer weiter den mittlerweile reißenden Fluss heruntergeht. Gut wenn sie sich zu Wort melden. Besser als gar niemand den es interessiert.
Die Mittelschicht (ich hasse dieses Wort eigentlich) begreift dabei nicht das sie die nächsten auf der Liste eines nur noch wie eine Pest grassierenden Kapitalismus sind, der auf das wohl der Menschen und dieses Planeten zugunsten weniger Reicher scheißt.
Hartz IV bedeutet Lohndrückerei. Die Menschen in prekäre Job und in sklavische Ausbeutung zwingen. Das wird auch Auswirkungen auf die gutbürgerlichen Wohlfühlbürger haben. Aber wie die ollen Dinos haben sie immer noch nicht begriffen dass sie auch am Aussterben sind.

Mal noch ein Wort zu unserem Gehirndesodorierten Abgeordneten. Wissen sie, wenn ich mir den "leeren wie desinteressierten" Plenarsaal samt Insassen so angucke habe ich einen ganz anderen Eindruck, nämlich den von einer „faulen“ Bande die uns Bürgern das Geld aus den Taschen zieht. Eine mir korrupt erscheinenden und zu großen Teilen wirtschaftshörigen Clique die mehr an ihrem eigenen Geldbeutel interessiert ist als dem wohl der Allgemeinheit dem sie laut Wählerauftrag zu dienen hätten.

Ein falscher Eindruck? Klar, sind nicht alle so. Wie auch nicht alle ohne Arbeit gleich sind. Die Linksfraktion stemmt sich gegen den Mainstream. Könnte lauter sein, finde ich. Aber sie tun es wenigstens. Während andere sich aus Feigheit, Desinteresse, fehlender Empathie nicht zu Wort gemeldet haben.

Man sieht es also. Die Hetze geht weiter. Gegen Menschen denen unterstellt wird, selbst schuld an der Misere in der sie stecken zu sein. Dabei wird negiert das „Arbeit für alle“ längst zu einem nicht mehr erfüllbaren Mythos geworden ist. Ob dieses Verhalten gut für eine Demokratie ist, lasse ich mal dahingestellt.