Montag, 18. Januar 2010

Wenn Chefs googeln :-)



Ach die schöne neue Internetwelt. Firmen bzw. deren Führer kommen wohl immer mehr auf den Gedanken so etwas wie eine Suchmaschine zu benutzen um den Bewerber auf Herz und Nieren abzuklopfen.
Unfeiner Zug, denkt das Karrieresüchtige Normalschaf und vermeidet daher Daten ins Netz zu hetzen, die der Karriere nicht förderlich sein könnten. Naja, sehen wir mal von den Party Bildern bei Face Book und anderen wie war das noch gleich, ach ja, sozialen Netzwerken mal ab. 
Gleichzeitig wird aber auch geraten ein positives Bild seiner selbst im Netz zu generieren. Hmmm. Also quasi Lobeshymen über sich, seine eigene Freundlichkeit, die "erwartete" obszöne Geilheit nach Karriere und Speichellecken deutlich zu machen.
Arme, armselige Welt. Nun ja. Ein Unternehmer erwartet von seinen Lakaien in der Regel nicht unbedingt das kritische Wort. Es passt einfach nicht zum Burger Bratchef seine Stimme gegen Landschaftszerstörung am Amazonas, Brandrodung und Umweltvernichtung zu erheben.
Oder gar ein Lehrer mit Ambitionen zu sein und nicht dem Hang dem Vorgesetzen in den wohlfeilen Arsch zu kriechen zu folgen.
In unserer Gesellschaft zählt auch das geschriebene Wort, na ja, für den kleinen bis mittleren. Die Großen machen eh was sie wollen. Da ist das öffentlich machen eines Pornos noch Karriere fördert, und das obwohl man (pardon sie) soviel Geld hat das es zu den Ohren und anderswo herauskommt.
Wie dem auch sei. Heute mit diskreditierenden Bildern, Artikeln oder was auch immer im Netz präsent zu sein, scheint Chefs irgendwie von der Einstellung des Betroffenen abzuschrecken. Da kann man irgendwie nur hoffen, dass selbige zu dumm sind um die Bedeutung des www so einzuschätzen wie es nötig wäre.
Mittlerweile gibt es auch Dienste, die gegen Geld versteht sich dafür sorgen das die Reputation wiederhergestellt wird.
Mich erinnert da ganze daran das ich bei meiner Überprüfung durch den MAD (Militärischen Abschirmdienst) während meiner BW Zeit, gefragt wurde was ich denn so bei den Grünen/Friedensinitiative mache. Und verdammt noch mal, ich bin damals nicht befördert worden. Sauerei aber auch, womöglich wäre ich heute General :-). Das werde ich denen nieeemals vergeben.
Und och, da gab es noch kein Internet, is ja auch lockere fast 30 Jahre her. Immerhin kann ich heute „stolz“ sagen, dass ich gedient habe. Menschen die mich kennen werden jetzt schmunzeln. Überhaupt waren es damals noch bessere Zeiten. Man konnte höchstens durch ein Flugblatt oder bei einer FriedensDemo auffallen (diese Wasserwerferstrahlen, waren aber auch sowas von fies) und eingekesselt werden, aber kaum durch ein Netz diskeditiert werden das heute den Globus umspannt.  
Aber es ist wie es ist. Jemand der z.b. mich Googelt wird nettes finden, wird kritisches finden, räusper einen Veriss finden ;-). Keine Partybilder und ne  Menge Kram der da sonst noch kreucht und fleucht.
Mich stört es nicht besonders. Der suchende darf stöbern, darf sich ärgern, freuen, bestätigend mit seinem erlauchten Haupt nicken. Is mich ziemlich wurscht. Denn genau das ist es doch was das I-Net bieten sollte. Information, einen "freien" Austausch von Gedanken, Ideen, Träumereien, Spinnereien, unsinnigem, sinnvollem, lustigem, ernsten, und so vielem mehr was das Leben bereichert und Interessant macht.
Arbeitgeber die Menschen aussortieren weil sie, was auch immer ergoogeln, ohne eben diese Menschen persönlich zu kennen tun mir irgendwie leid, sie sind armselig.

  


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